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Lübben sagt Danke

Dankschreiben
von Knut Kreuch, Präsident des Deutschen Trachtenverbandes

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Kolan,
lieber Lars,
hallo, Ihr Freunde in Lübben,

das Deutsche Trachtenfest in der Deutschen Trachtenstadt 2019 ist beendet.
Die Stadt Lübben, aber auch vor allem die Bürgerinnen und bürger der Stadt Lübben haben sich durch außergewöhnliche Gastfreundschaft und unnachahmliche Herzlichkeit ausgezeichnet. Euer großer Sohn Paul Gerhadt bringt in seiner Weise „Nun danket all und bringet Ehr, ihr Menschen in der Welt“ die richtigen Worte in Melodie und ich möchte eigentlihc nicht viel mehr hinzufügen, denn diese elf Worte sagen mehr als mancher Roman. Ihr habt Euch vor einigen Jahren auf ein großes Wagnis eingelassen. Ihr wusstet nicht so recht, was auf Euch zukommt und doch habt Ihr Euch gestellt. Ihr habt seit Jahren Freude in der deutschen Trachtenfamilie gestiftet und bei allen eine enorme Vorfreude geweckt.
Wir sind und wir bleiben begeistert von den Tagen im Mai 2019 in Lübben, als Tausende eine wunderschöne, für viele unbekannte Region Deutschlands entdecken konnten und dabei lieben lernten. Mögen in Lübben die Tradition, die Sitten und Bräuche auch in den nächsten Jahren reife Früchte tragen, möge Zeit bleiben, wo Menschen Halt und Zuversicht in ihrer Heimat finden und die Tracht sich stets als Verbindung all dessn zukunftsfähig erweise.

Danke Lübben.

In herzlicher Verbundenheit mit Heimat- und Trachtengruß

Euer Knut Kreuch
Präsident Deutscher Trachtenverband e.V.


40.000 Besucher und viel Lob und Dank zum Trachtenfest

Rund 40.000 Menschen sind am dritten Mai-Wochenende zeitweise Teil der deutschen Trachtenfamilie geworden: So viele Besucher kamen zum Deutschen Trachtenfest, das erstmals in Lübben und damit erstmals in Brandenburg stattfand. Das Sicherheitskonzept des Festes, für das stets eine maximale Teilnehmerzahl angenommen wird, ging von 50.000 Gästen aus.

Der Anspruch des Festes, Trachtler und Nicht-Trachtler, Jung und Alt sowie Menschen aus verschiedenen Regionen miteinander in Kontakt zu bringen, sei aufgegangen, fasste Bürgermeister Lars Kolan am Montag zusammen, – ob auf den Straßen, wo die Trachten intensiv fotografiert und thematisiert wurden, oder bei den Abendkonzerten mit der Cottbuser Band „naUnd“ und den Polkabeats, wo Trachtler und Nichttrachtler gemeinsam tanzten. Auch in vielen Unterkünften pflegten Gastgeber und Gäste ein herzliches Miteinander und einen ange-regten Austausch. Dies sei eine gute Basis für die weitere Stärkung des hiesigen Trachtenwesens und der Brauchtumspflege, so der Bürgermeister.

Lübben und damit der gesamte Spreewald zeigten sich als traditionsreiche Trachtenregion, die ihr sorbisches/wendisches Erbe pflegt. Bestes Symbol dafür waren die vielen verschieden großen Hauben, die die unterschiedlichen Trachten des Spreewaldes und der Niederlausitz repräsentierten. Getragen wurden sie von auffallend vielen jungen Niederlausitzerinnen. Das Sorbische/Wendische war wie selbstverständlich beim Fest vertreten – ob bei der Moderation am Eröffnungsabend, beim Ökumenischen Gottesdienst am Sonntag oder bei der „Spreewaldrevue“ zum Ausklang des Festes nach dem großen Festumzug.

Die Resonanz von Besuchern und Trachtenträgern war überwiegend positiv. Zahlreiche Lübbener haben sich beim Org-Team für das Fest bedankt. „Aus dem Feedback war ein gewisser Stolz darauf zu vernehmen, dass sich Lübben als guter Gastgeber präsentiert hat“, sagte der Bürgermeister. Auch die Trachtenträger waren von der Resonanz, die ihr „Familientreffen“ in der Region fand, begeistert. So schrieb die Volkstanz- und Trachtengruppe Hemmoor (Niedersachsen), ins Gästebuch: Sie sei „begeistert von Lübben. Wir sind hier von der Nordseeküste zum deutschen Trachtenfest gekommen, sind herzlich aufgenommen worden und bedanken uns“.

Im Sozialen Netzwerk Facebook wurde vielfach Lob und Dank von Einheimischen und Gästen geäußert. Viele teilnehmende Vereine haben die Bilder, die auf der Lübbener Facebook-Seite gepostet wurden, sowie eigene Aufnahmen, auf ihren Seiten geteilt. Ministerpräsident Dietmar Woidke, der als Schirmherr den Festumzug am Sonntag mitverfolgt hat, schrieb auf Facebook, er habe „pure Lebensfreude“ in Lübben erlebt.

Bürgermeister Lars Kolan und Projektleiterin Ines Mularczyk äußerten sich in einer ersten Auswertung des Festes zufrieden über das gute Zusammenspiel von ehrenamtlichen Helfern, hautpamtlichen Mitarbeitern, der Polizei, dem Sicherheitsdienst und dem Technischen Hilfswerk. Es habe lediglich kleinere Vorkommnisse gegeben, bei denen das Sicherheitsteam aktiv werden musste. „Sicherlich gibt es im Detail immer Dinge, die nicht rund laufen, aber das große Ganze war stimmig“, sagte Ines Mularczyk. Es sei beispielsweise nicht ausreichend gelungen, die anreisenden PKW auf die eigens bereit gestellten Parkflächen zu lotsen. Einige Parkplätze blieben daher recht leer.

Lars Kolan und Ines Mularczyk ebenso wie ihre Mitstreiter Charles und Marlies Koppehele vom mitorganisierenden Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverband waren am Samstag von Knut Kreuch, dem Präsidenten des Deutschen Trachtenverbandes, für ihr Engagement rund ums Trachtenwesen mit der Deutschen Trachtennadel in Gold ausgezeichnet worden. „Die Nadel gebührt allen Helfern, Unterstützern und Förderern des Festes“, resümierte der Bürgermeister. Für alle ehrenamtlichen Helfer gibt es im Juni eine Dankeschön-Veranstaltung der Stadt.


Lübben übergibt Staffelstab fürs Trachtenfest nach Bruck i.d. Oberpfalz

Die Stadt Lübben (Spreewald) / Lubin (Blota) hat am 18. Mai während des Länderprogramms zum Deutschen Trachtenfest den Staffelstab für die Ausrichtung des Deutschen Trachtenfestes 2022 an die Kommune Bruck i.d. Oberpfalz übergeben. „Ab heute fliegt die Zeit“, sagte Lübbens Bürgermeister Lars Kolan mit Blick auf die umfangreiche Vorbereitung seiner Kommune auf das Fest und bot an, seine Erfahrungen dazu mit den Nachfolgern zu teilen. Thomas Ebeling, Landrat des Landkreises Schwandorf, zu dem Bruck gehört, nannte den ausrichten-den Verein Enzian Bruck einen „erfahrenen Akteur, der ein wunderbarer Gastgeber sein werde“.

In Lübben ging am 19. Mai das 9. Deutsche Trachtenfest mit einem Ökumenischen Gottesdienst sowie dem großen Festumzug mit rund 70 Bildern zu Ende. In den Tagen zuvor waren rund 2.500 Trachtenträger aus ganz Deutschland sowie Polen, der Ukraine und den Niederlanden in der Stadt unterwegs, um ihre Trachten, ihre Tänze und ihr Brauchtum zu präsentieren. Das Deutsche Trachten-fest findet alle 3-5 Jahre statt und wird jeweils vom Deutschen Trachtenverband an einen seiner Landesverbände und eine ausrichtende Kommune vergeben.

„Wir tragen Tracht, weil wir damit zeigen wollen, was zu uns gehört“, sagte DTV-Präsident Knut Kreuch beim offiziellen Empfang des Lübbener Bürgermeisters. „Das Wort Tracht kommt von tragen – und wir Trachtler tragen Verantwortung fürs Heute: Wir tragen unsere Heimat auf der Haut und sorgen damit für ein der Zukunft zugewandtes Bild von Heimatpflege.“ Menschen, die Tracht tragen, seien Ehrenamtler, die sich ins gesellschaftliche Leben einbringen, sagte er weiter – sei es in der Heimatforschung, im Sportverein oder in der Kommunalpolitik. „Dieses Ehrenamt macht unser Leben bunt und vielfältig.“

Bürgermeister Lars Kolan bedankte sich bei allen 160 freiwilligen Helfern, bei den Organisatoren, Sponsoren, Förderern und Unterstützern des Deutschen Trachtenfestes 2019. Es freue ihn, sagte er, dass sie dem Ansinnen der Stadtverwaltung, das Fest in den Spreewald zu holen und damit das hiesige Trachtenwesen zu stärken und die Reiseregion bundesweit noch bekannter zu machen, so umfang-reich gefolgt sind. „Das Thema Tracht bewegt die Menschen in unserer Region“, resümierte er. „Und das wird es über dieses Fest hinaus tun. Wer wird künftig Trachten tragen? Wie pflegen wir dieses Erbe? – Auf diese Fragen werden wir weiterhin Antworten suchen und in kleinen und großen Projek-ten finden.“

Landrat Stephan Loge nannte das Trachtenfest einen ganz besonderen Höhepunkt in der Region. Der Spreewald könne einmal mehr zeigen, dass er mehr zu bieten habe als Gurken, nämlich mit dem Biosphärenreservat Spreewald eine einzigartige Natur- und Kulturlandschaft und mit dem kulturellen Erbe der Sorben/Wenden lebendiges Brauchtum, eine große Trachtenvielfalt und gelebte Zweispra-chigkeit. „Ich bin mir sicher“, sagte Stephan Loge angesichts zahlreicher junger Menschen auf den Bühnen des Trachtenfestes, „dass das Ansinnen diese Traditionen weiter zu pflegen verwirklicht wird“.

DTV-Präsident Knut Kreuch zeichnete mehrere Trachtler mit der Deutschen Trachtennadel in Gold aus. Lübbens Bürgermeister Lars Kolan, der eine niedersorbische Tracht trägt und für das Trachtenfest 2019 verantwortlich zeichnet, erhielt sie – ebenso wie Ines Mularczyk, die als Projektleiterin des Trachtenfestes „sich um das deutsche Trachtenwesen verdient“ gemacht habe, so Knut Kreuch. Charles und Marlies Koppehele von Vorstand des mitausrichtenden Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverbandes (MHTV), erhielten ebenfalls die Deutsche Trachtennadel in Gold. Der MHTV umfasst als landesübergreifender Verband die Trachtenträger in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin.