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Die Reformation auf Ofenkacheln

Eine Kulturgeschichte des Kachelofens in Brandenburg

 
Die Stadt Lübben war der Ausgangsort für die Verbreitung der Reformation in der Niederlausitz. Die Aufnahmebereitschaft für den protestantischen Glauben in der Bevölkerung war hoch. Die Übersetzung von ausgewählten Schriften ins Niedersorbische eröffnete auch der sorbischen Bevölkerung die Möglichkeit, diesen kennenzulernen.

Die Ausstellung lässt die Reformationszeit in ihrem Lausitzer Mittelpunkt wieder aufleben. Im Vordergrund steht jedoch nicht das Geschehen selbst, sondern – am Beispiel von zeitgenössischen Ofenkacheln – seine alltags- und kunstgeschichtlichen Aspekte.

Die Ausbreitung des im Mittelalter noch vor allem Wohlhabenden vorbehaltenen Kachelofens ermöglichte es seit der frühen Neuzeit auch in einfacheren Haushalten, für eine angenehme und rauchfreie Wärme zu sorgen.

Zudem spiegelten Kachelöfen ebenso wie Möbel und Wohntextilien die ästhetischen Vorstellungen der jeweiligen Epochen wider. Durch ihre dauerhafte Präsenz in den Wohnräumen waren sie ein durchaus geeignetes Medium, um den Geldbeutel, den Geschmack aber auch die Ansichten der Hausherren zu repräsentieren – nicht zuletzt als Bekenntnis zur Reformation.

Eröffnung: 07.07.2017 um 18:00 Uhr im Wappensaal

Laufzeit: 08.07.2017 – 04.11.2017

Infos: museum schloss lübben Tel.: 03546 187478