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Musenhöfe an Oder und Spree

Musenhöfe an Oder und Spree

 
Die Ausstellung präsentiert die Orte geistiger Geselligkeit um 1800. Abseits der großen Zentren und vor dem Hintergrund der Napoleonischen Kriege, von Revolution und nationalen Bestrebungen gab es auch in der Provinz um Oder und Spree zahlreiche dieser "Salons" und "Musenhöfe". Hier trafen drei historische Regionen aufeinander: Brandenburg-Preußen, Schlesien und die damals noch sächsische Niederlausitz. Gutsherren wie Graf Finck von Finckenstein im preußischen Madlitz oder Ernst von Houwald im sächsischen Sellendorf hielten intensiven Kontakt zu Künstlern, Schriftstellern und anderen Geistesgrößen ihrer Zeit. Sie pflegten intensive Briefwechsel und luden sie auf ihre Gutshöfe ein zur gepflegten Konversation, gemeinsamem Theaterspiel oder Musizieren.

Was waren die Motive dieser in vieler Hinsicht grenzüberschreitenden Zusammentreffen? Welche Themen oder Interessen verbanden diese Personen? Wer lud wen (nicht) ein, sprach man beim Tee eigentlich über Revolution? – Und wie gehen wir heute mit den historischen Orten der freien Geselligkeit um, und wie mit dem dahinter stehenden Ideal?
 
Die Ausstellung wurde unter Federführung des Kleist Museum Frankfurt (Oder) von polnischen und deutschen Autorinnen und Autoren erarbeitet („Salons und Musenhöfe beiderseits der Oder“). Für die Präsentation im Stadt- und Regionalmuseum Lübben wurde der Blickwinkel aus der bis 1815 sächsischen Niederlausitz hinzugenommen. Hier steht der Musenhof des Ernst von Houwald in Sellendorf bzw. auf Neuhaus bei Lübben im Fokus.
 
Eröffnung: 14.06.2018, 17 Uhr
 
Laufzeit: 15.06. - 04.11.2018