Lagerfeuer-Zeit! Was Sie dabei beachten müssen

Umgang mit „Kleinen Feuern“

Die so genannten „Kleinen Feuer“ (Größe von 1 m³) dürfen nur mit naturbelassenem und trocknem Holz (z.B. Holzscheite, kurze Äste, Reisig, Zapfen oder Holzbriketts) betrieben werden, ohne dass eine Ausnahmegenehmigung der örtlichen Ordnungsbehörden erforderlich ist. Ihnen wird ein Nutz- oder Unterhaltungszweck, wie z. B. der Betreibung von Kochstellen, Gartenpartys oder geselligen Lagerfeuern, zugeordnet und nur dafür sind sie gestattet.

Für Abfälle aus gestrichenem, lackiertem oder mit Schutzmitteln behandeltem Holz, mit Teer oder Dachpappe verunreinigtes Abbruchholz sowie Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten u. ä. besteht ein Brenn- und Kompostierverbot!

Entsprechend der Größe des Feuers, der Richtung und der Stärke des Windes und den besonderen örtlichen Gegebenheiten muss eine ausreichende Distanz zu brennbaren Materialien berücksichtigt werden. Der Abstand eines Feuers zum Wald muss mindestens 50 Meter, bei selbstgenutzten Grundstücken in Waldnähe mindestens 30 Meter betragen. Ab Waldbrandgefahrenstufe 4 ist auch auf diesen Grundstücken das Verbrennen verboten.

Um Belästigungen der Nachbarschaft auszuschließen, dürfen Holzfeuer im Freien nur gelegentlich abgebrannt werden. Es ist auf einen ausreichenden Abstand der Feuerstelle zu den nächstgelegenen, für den Aufenthalt von Menschen bestimmten Gebäuden und Bereichen zu achten. In Gebieten mit besonders sensiblen sozialen Einrichtungen, wie zum Beispiel Krankenhäuser, Kindergärten, Altenheime, ist dies besonders wichtig. Rauchbelästigung ist in jedem Falle zu vermeiden!

Die 10 goldenen Regeln der Rücksichtnahme
1.    Die Obergrenze für Höhe und Durchmesser des Brennstoffhaufens beträgt 1 Meter
2.    Nur trockenes und naturbelassenes Holz verwenden
3.    Bei anhaltender Trockenheit oder starkem Wind kein Holzfeuer entzünden
4.    Abfälle gehören niemals ins Holzfeuer
5.    Holzfeuer mit Holzspänen oder Kohlen- bzw. Grillanzünder entfachen
6.    Löschmittel immer bereithalten (z.B. Wasser, Sand, Feuerlöscher)
7.    „Brandbeschleuniger“ wie Benzin, Verdünnung, Spiritus niemals verwenden – Explosionsgefahr!
8.    Die Feuerstelle stets im ausreichenden Abstand zu Gebäuden und brandgefährdeten Materialien anlegen
9.    Bei starker Rauchentwicklung oder Funkenflug Feuer unverzüglich löschen
10.    Feuer immer bis zum Erlöschen der Glut beaufsichtigen

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Ministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.


Verbrennen pflanzlicher Abfälle aus Haushalten und Gärten

Alljährlich im Frühjahr und Herbst erreichen die Stadt Lübben (Spreewald) / Lubin (Błota) Anzeigen ähnlichen Inhalts: Pflanzliche Abfälle, Reste der letzten Strauchschnittaktion, Gras, Laub und nicht selten auch Unrat werden in Nachbars Garten bzw. auf dessen Grundstück unerlaubt verbrannt, ganze Wohngebiete dadurch völlig „eingenebelt“. Im Land Brandenburg wurden die den älteren Bürgerinnen und Bürgern noch bekannten Regelungen mit festgelegten Verbrennungszeiträumen und Verbrennungszeiten jedoch abgeschafft.

Inzwischen ist das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen aus Haushaltungen und Gärten – nicht nur den Nachbarn zuliebe, sondern auch zum Schutz der Umwelt und der Tierwelt – ausnahmslos verboten. Es gilt eine gesetzlich geregelte Beseitigungspflicht von Abfällen, die nach § 28 Abs. 1 Kreislaufwirtschaftsgesetz nur in zugelassenen Anlagen erfolgen darf.
Gartenabfälle wie Rasenschnitt, frischer Baum- und Strauchschnitt und Laub sollten am besten verwertet werden, indem man sie liegen lässt, untergräbt, unterpflügt oder auf dem eigenen Grundstück kompostiert. Die Kompostierung stellt eine ökologisch vernünftige und auch ökonomisch sinnvolle Lösung dar. Sie lehnt sich an den natürlichen Stoffkreislauf an, schont Ressourcen und kann zur Verbesserung der Fruchtbarkeit von Böden und gärtnerischen Substraten beitragen.
Besteht nicht die Möglichkeit, pflanzliche Abfälle auf dem eigenen Grundstück zu verwerten, können diese den Abfallannahmestellen des Kommunalen Abfallentsorgungsverbandes "Niederlausitz" (KAEV) zur Verwertung überlassen werden.

Es gelten die folgenden Rechtsvorschriften:

  • § 7 Landesimmissionsschutzgesetzes:
    „Das Verbrennen sowie das Abbrennen von Stoffen im Freien ist untersagt, soweit die Nachbarschaft oder die Allgemeinheit hierdurch gefährdet oder belästigt werden können.“
  • § 4 Abfallkompost- und Verbrennungsverordnung:
    „Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle aus Haushaltungen und Gärten ist nicht zulässig.“
  • § 23 Waldgesetz des Landes Brandenburg:
    „Im Wald oder in einem Abstand von weniger als 50 Meter vom Waldrand ist das Anzünden oder Unterhalten eines Feuers oder der Umgang mit brennenden oder glimmenden Gegenständen sowie das Rauchen verboten.“
  • § 39 Bundesnaturschutzgesetz:
    „Es ist verboten, wildlebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten.“
  • § 22 Brandenburgisches Naturschutzausführungsgesetz:
    „Die Erholungssuchenden haben im Übrigen besondere Rücksicht auf Natur, Landschaft, Vegetation und wildlebende Tiere sowie die Waldbrandgefahr zu nehmen.“


Verstöße gegen die genannten Vorschriften stellen Ordnungswidrigkeiten dar und können mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden. Gegebenenfalls ist zusätzlich für die Kosten eines verursachten Feuerwehreinsatzes aufzukommen.