INFORMATION | EICHENPROZESSIONSSPINNER

FAQ

WELCHE GEFAHR GEHT VOM EICHENPROZESSIONSSPINNER FÜR DEN MENSCHEN AUS?
Der einheimische Eichenprozessionsspinner ist als Nachtfalter harmlos. Die Raupen bilden jedoch im Laufe ihrer Entwicklung Brennhaare aus, welche das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Dieses kann bei Kontakt eine entzündliche, schmerzhafte Reaktionen bei Tieren und Menschen auslösen.
Auf der Haut können Rötungen, Pusteln und starker Juckreiz auftreten — auch erst Stunden nach der eigentlichen Berührung.
An den Augen kann es zu Augenreizungen und ernsthaften Entzündungen kommen. Allgemeinerscheinungen wie Benommenheit, Schwindel und Fieber sind möglich. Das Einatmen der Brennhaare kann Husten und Atemnot verursachen – bis hin zum anaphylaktischen Schock.
Es gilt für alle Bürger*innen: Wer sich in der Nähe von befallenen Eichen aufhält, muss mit Vorsicht agieren. Nester sollten in keinem Fall angefasst oder selbstständig entfernt werden. Vorsicht gilt auch bei der Entsorgung von Eichenlaub an Herbsttagen.

Bürger*innen können eine Sichtung der zuständigen Behörde nennen:

 STADTGEBIET
Stadt Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota)
Fachbereich II/SG Sicherheit und Ordnung
FON 03546 79-2501/-2504/-2511

 WALDBEREICH
Oberförsterei Luckau
FON 03544 557300

WAS BEDEUTET DER WARNHINWEIS FÜR DIE BÜRGER*INNEN?
Der Stadt Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota) informiert mit Hinweisschildern die Bürger*innen über den Befall von Bäumen durch den Eichenprozessionsspinner.
Wichtig ist es, sich dem befallenen Baum nicht anzunähern und Abstand zu den Nestern und Gespinsten zu halten. Lebende oder tote Raupen dürfen nicht berührt werden. Es ist besonders wichtig, Kinder und Hunde zurückzuhalten.
Der Kontakt kann allergische Reaktionen hervorrufen. Kann die Berührung mit den Brennhaaren nicht ausgeschlossen werden, sollten Kleidung und Schuhe schnellstmöglich gewechselt und gereinigt werden. Zudem empfiehlt es sich zu duschen, Haare zu waschen und Augen auszuspülen.
Bei Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Und bitte rufen Sie bei schweren Reaktionen wie Atemnot oder Asthma den Rettungsdienst.

 EMPFEHLUNGEN

  • Warnhinweise beachten
  • befallene Bäume meiden und ggfs. melden bei der zuständigen Behörde
  • auf Kinder und Haustiere achten
  • Bei Kontakt: Kleidung, Schuhe wechseln und waschen sowie Duschen gehen
  • bei leichten Symptomen den Arzt aufsuchen
  • bei schweren Symptomen (Atemnot, Asthma etc.) Notarzt rufen#


WO KOMMT DER EICHENPROZESSIONSSPINNER IN LÜBBEN VOR?
Derzeit hat die Stadt Lübben Kenntnis von zwei befallenen Bäumen zwischen Lübben und dem Ortsteil Hartmannsdorf sowie am Radweg zwischen Lübben und Radensdorf. Hier wurden bereits Hinweisschilder angebracht.
Zudem war ein Baum an der SpreeLagune befallen. Hier nahm eine Fachfirma die Beseitigung und Entsorgung vor.

WELCHE MASSNAHMEN ERFOLGEN DURCH DIE STADT LÜBBEN?
Die örtliche Ordnungsbehörde kontrolliert regelmäßig die bekannten Bereiche und Bäume und trifft Vorkehrungen zum Schutz der Bürger*innen. Sollte es im Zuge einer Prüfung zu einer Gefahreneinschätzung kommen, werden entsprechende Maßnahmen durch einen Fachbetrieb ergriffen. Derzeit informieren Hinweisschilder über den Befall.

Die Stadt Lübben möchte nachdrücklich appellieren, dass die Nester nicht eigenhändig entfernt werden sollen — auch nicht im privaten Garten. Hierfür gibt es Spezialfirmen. Grundstückseigentümer sind für die Entfernung selbstständig und auf eigene Kosten verantwortlich. Eine Ausnahme bildet der Wald. Hier ist der Landesforstbetrieb verantwortlich.

INFORMATIONEN
Informationen erhalten Bürger*innen u. a. beim Umweltbundesamt: Eichenprozessionsspinner | Umweltbundesamt.

 

FOTO: ©Stadt Lübben