LÜBBEN SETZT ZEICHEN GEGEN GEWALT


Heute, am 25.11.2021, findet der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Kinder statt. Der Landkreis Dahme-Spreewald und die Stadt Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota) hissen gemeinsam vor dem Landratsamt und dem Rathaus die Fahne "Frei leben ohne Gewalt", um ein Zeichen gegen Gewalt und Diskriminierung zu setzen.

Der 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Weltweit wird mit verschiedenen Aktionen auf dieses Menschenrechtsproblem aufmerksam gemacht. Dem Aufruf des Landkreises Dahme Spreewald folgend, beteiligen sich zahlreiche Ämter und Gemeinden an der Aktion.
Vizelandrätin und Beigeordnete Susanne Rieckhof, Bürgermeister Lars Kolan, die Sozialarbeiterin Frauenhaus LDS Franziska Rumpel und Dorothea Kästner sowie die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lübben Yvonne Balzer haben gemeinsam am Landratsamt die Fahne "Frei leben ohne Gewalt" gehisst, um ein Zeichen gegen Gewalt und Diskriminierung zu setzen.

Im Anschluss wurde die Flagge auch am Rathaus in Lübben hochgezogen: „Es braucht ein sichtbares Zeichen, damit wir uns immer wieder in Erinnerung rufen, dass viele Frauen und Kinder hinter verschlossenen Türen Gewalt ausgesetzt sind. Vor allem in den letzten Monaten hat die Gewalt im privaten Raum zugenommen. Dagegen müssen wir vorgehen und den Bürger*innen zeigen, dass Sie nicht alleine sind“, so Bürgermeister Kolan.

Betroffene können sich an zahlreiche Anlaufstellen wenden, um sich beraten und helfen zu lassen:

▼ HILFESTELLEN

  • Jugendamt Dahme Spreewald, TELEFON 03546 20-1730 oder 03375 26-2653, MAIL jugendamt@dahme-spreewald.de
  • Schutzstellen für Kinder und Jugendliche des LDS, TELEFON 03546 27083000; Tel. 03375 2131334
  • Frauenhaus LDS, TELEFON 033763 214410
  • Für Kinder und Jugendliche: 116 111
  • Elterntelefon: 0800 111 0550
  • Pflegetelefon: 030 2017 9131
  • Hilfetelefon „Schwangere in Not“: 0800 404 0020
  • Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 0800 011 6016
  • WEISSE RING: 116 006

▼ HINTERGRUND
Am 25. November 1960 wurden in der Dominikanischen Republik die drei Mirabel-Schwestern vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter ermordet. Sie hatten sich an Widerstandsaktivitäten gegen den Diktator Rafael Trujillo beteiligt. Ihr Mut gilt als Symbol für die Kraft vieler Frauen, die sich gegen jegliches Unrecht stark machen. Die Vereinten Nationen haben 1999 den 25. November zum „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ erklärt. Seit 2001 wird auch in vielen Städten und Gemeinden der Bundesrepublik mit Flaggen auf den gesellschaftlichen Missstand aufmerksam gemacht.

BILDQUELLE
Foto 1 
v. l. n. r. Franziska Rumpel, Yvonne Balzer, Lars Kolan, Susanne Rieckhof, Dorothea Kästner ©StadtLübben
Foto 2 
v. l. n. r. Dorothea Kästner, Susanne Rieckhof, Lars Kolan, Franziska Rumpel, Yvonne Balzer ©StadtLübben