KRIEG und FRIEDEN

1945 und die Folgen in Brandenburg – Kulturland Brandenburg 2020

Am 23.04.läuten gegen 19.30 Uhr die Glocken der Paul-Gerhardt-Kirche am Marktplatz. Vor 75 Jahren stürzte genau zu diesem Zeitpunkt das Glockengeläut im brennenden Kirchturm herab. Von 12 bis 20 Uhr ist die Kirche geöffnet, und es gibt die Möglichkeit Kerzen zu entzünden und damit an die Folgen von Krieg und Zerstörung zu erinnern und ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Hass zu setzen.

Eigentlich sollte in diesen Apriltagen die Lübbener Themenwoche "Krieg und Frieden" mit verschiedenen Veranstaltungen an die Zerstörung der Stadt Lübben in den letzten Kriegswochen des Jahres 1945 erinnern. Gemeinsam mit unseren Veranstaltungspartnern planen wir nun aufgrund der Corona-Beschränkungen die Verschiebung und eventuell notwendige Umgestaltung der Themenwoche. Die neuen Termine und Programme finden Sie dann aktuell auf unserer Internetseite und auf Facebook.

75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nimmt das Themenjahr »KRIEG und FRIEDEN. 1945 und die Folgen in Brandenburg – Kulturland Brandenburg 2020« die zeithistorische Phase von 1945 bis heute in den Blick.

In einer Veranstaltungswoche lädt die Stadt Lübben mit Stadtrundgängen, Zeitzeugengesprächen, Konzerten und zwei Sonderausstellungen dazu ein, sich mit der stadtgeschichtlichen Entwicklung der Spreewaldstadt zu beschäftigen. Die Lübbener Innenstadt wurde in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges zur Festung erklärt. Am 20. April 1945 beginnt die sowjetische Artillerie mit dem Beschuss der Stadt. Durch Beschuss und Straßenkämpfe in den Tagen der dritten Aprilwoche 1945 wurde Lübben zu 90% zerstört.

Persönliche Erinnerungen, stadtplanerische Überlegungen und steinerne Zeitzeugen erzählen von der „Stunde Null“ bis zum Schluss der letzten Wunde im Stadtbild, der im Jahr 2020 mit dem Abschluss der Innenstadtsanierung erfolgt.