Wie sah Schule eigentlich vor 100 Jahren aus? Dieser Frage sind wir gemeinsam mit dem Schulmuseum Schwarzenburg nachgegangen – und haben dabei ein Vermittlungsangebot entwickelt, das Geschichte für Kinder der 3. und 4. Klasse lebendig erfahrbar macht.
Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit war eine Unterstützungsanfrage des Museums an dem MuPäD. In einem ersten Arbeitstreffen vor Ort wurden gemeinsam Ziele, Inhalte und konkrete Bedarfe definiert. Schnell wurde klar: Die besondere Atmosphäre des Museums – geprägt durch seine authentische, denkmalgeschützte Architektur – bietet ideale Voraussetzungen, um Geschichte nicht nur zu erzählen, sondern erlebbar zu machen.
In enger Zusammenarbeit entstand daraufhin das Konzept für das museumspädagogische Angebot „Schulstunde vor 100 Jahren“. Parallel dazu wurden passende Materialien beschafft, darunter Schiefertafeln und Griffel. Auch begleitende Informationen für Lehrkräfte wurden aufbereitet.

Ein besonderer Meilenstein folgte im September 2024: Die erste Schulklasse besuchte das neu entwickelte Programm im Museum. Um das Angebot bestmöglich zu begleiten und weiterzuentwickeln, waren wir vor Ort dabei. Der Tag begann mit einer kleinen Entdeckungstour in die Natur – ausgestattet mit Becherlupen erkundeten die Kinder den nahegelegenen Wald. Anschließend tauchten sie im Museum in den Schulalltag vergangener Zeiten ein: Auf alten Holzbänken sitzend, übten sie das Schreiben in Sütterlin, hörten Einträge aus einem Strafbuch und erlebten hautnah, wie sich Unterricht früher angefühlt haben könnte. Zum Abschluss können die Kinder noch eine Hofpause mit historischen Spielen machen.
Die ersten Rückmeldungen waren durchweg positiv, und bereits weitere Klassen haben sich angemeldet. Wir freuen uns, das Schulmuseum Schwarzenburg auf diesem Weg begleitet zu haben und sind gespannt auf die weitere Entwicklung.



