
Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota) steht im Jahr 2026 ganz im Zeichen von Paul Gerhardt. Anlässlich seines 350. Todestages würdigen die Stadt, der Paul-Gerhardt-Verein Lübben e. V., die Evangelische Paul-Gerhardt-Kirchgemeinde Lübben sowie zahlreiche Partnerinnen und Partner das Leben und Wirken des weltweit bekannten Theologen und Kirchenliederdichters mit einem vielseitigen Festprogramm.
Ein zentraler Höhepunkt des Gedenkjahres ist die Sonderausstellung „Paul Gerhardt in Lübben“ im Museum Schloss Lübben. Die Ausstellung wird vom 12. März bis 13. Juni gezeigt.
ÜBER DIE AUSSTELLUNG
Paul Gerhardt verbrachte seine letzten sieben Lebensjahre als Pfarrer in Lübben. Die Ausstellung beleuchtet nicht nur sein dichterisches und theologisches Wirken, sondern auch die Lebenswelt der Stadt im 17. Jahrhundert: Verwaltung, Glaubensalltag, Mehrsprachigkeit zwischen Deutschen und Niedersorben/Wenden sowie die sozialen Folgen der Kriegsjahrzehnte prägen das Bild jener Zeit. Zu sehen sind außergewöhnliche Originalexponate, darunter: die Urkunde zur Einrichtung der Oberamtsregierung von 1666, ein Lübbener Kirchenbuch aus dem 17. Jahrhundert und der Abendmahlskelch von 1634 aus der Paul-Gerhardt-Kirche Lübben, den Paul Gerhardt selbst nutzte. Diese selten gezeigten Leihgaben stammen u. a. vom Brandenburgisches Landeshauptarchiv, der Reformationsgeschichtlichen Forschungsbibliothek Wittenberg, dem Kreisarchiv Dahme-Spreewald, der Evangelischen Kirchengemeinde Lübben, dem Evangelischen Landesarchiv sowie dem Museumsverbund Landkreis Elbe-Elster.
Bürgermeister Jens Richter betont: „Paul Gerhardts Lieder gehören längst nicht mehr nur Lübben oder Deutschland – sie gehören der Welt. Und doch haben sie hier ihre letzte Wurzel. Diese Ausstellung macht Geschichte persönlich und unmittelbar erfahrbar.“
ÖFFNUNGSZEITEN MUSEUM SCHLOSS LÜBBEN
- Mittwoch 10:00 - 17:00 Uhr
- Donnerstag 10:00 - 17:00 Uhr
- Freitag 10:00 - 17:00 Uhr
- Samstag 10:00 - 17:00 Uhr




