MOBILITÄTSACHSE

Ausbau Fuß-und Radwegeverbindung Bahnhof-Innenstadt
Mit Unterstützung der Städtebauförderung konnte das Zentrum Lübbens seit 1992 in hoher städtebaulicher Qualität entwickelt und aufgewertet werden. Eine Herausforderung für die Zukunft besteht in der Anbindung und Erreichbarkeit der Innenstadt. Deshalb strebt die Stadt Lübben zur Förderung umweltfreundlicher, ressourcenschonender Mobilitätsformen den barrierefreien und lückenlosen Ausbau von Fuß-und Radwegeverbindungen an, die den nicht-motorisierten Verkehr fördern sollen. Mit der zentralen innerstädtischen Mobilitätsachse vom Bahnhof zum Zentrum sollen Fußgänger/innen und Radfahrer/innen, einschließlich mobilitätseingeschränkte Personen, privilegiert werden. Die im Verlauf der Mobilitätsachse liegenden Wege sollen in diesem Sinne umgestaltet und ausgebaut werden. Für Gäste und Bahnreisende soll ferner der Zugang zum Stadtzentrum definiert werden. Großer Wert wird dabei auf eine hohe gestalterische Qualität gelegt. Die Mobilitätsachse soll trotz unterschiedlicher Funktionen und der abgeknickt verlaufenden Route als ein einheitlich und zusammenhängender Stadtraum erlebbar gemacht werden. Mit dieser Zielstellung wurde das Vorhaben Mobilitätsachse in das Städtebauförderprogramm Aktive Stadtzentren II aufgenommen und vom Fördermittelgeber bestätigt.
FÖRDERUNG
Ausbau Fuß- und Radwegeverbindung Bahnhof
Dieses Projekt wird im Rahmen der Städtebauförderung im Förderprogramm Lebendige Zentren (LZ) sowie Aktive Stadtzentren (ASZ) mit Mitteln des Bundes, des Landes Brandenburg und der Stadt Lübben (Spreewald) finanziert.
NEWS
20.03.2025 | Bauinformation | 1. Bauabschnitt | Einbau Asphalt
Mit der Neugestaltung der Mobilitätsachse möchte die Stadt Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota) die Fuß-und Radwegeverbindungen zwischen Bahnhof und Innenstadt fördern. Nach Lieferverzögerungen und der Winterpause erfolgt am 20. und 21. März der Einbau des sandfarbenen Asphalts im ersten Bauabschnitt. Es kommt zu Wegesperrungen bis einschließlich 21. März.
Die Stadt Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota) hat das Ziel, mit dem Ausbau der Mobilitätsachse eine barrierefreie und lückenlose Fuß-und Radwegeverbindungen zwischen Bahnhof und Innenstadt für Bürgerschaft und Gäste zu schaffen.
Nach Lieferverzögerungen und der Winterpause erfolgt am 20. und 21. März der Einbau des sandfarbenen Asphalts im ersten Bauabschnitt ab Schwarzer Weg entlang der Friedensstraße (nur Gehweg) bis zum Eingang Hain. Es kommt zu Vollsperrung bis einschließlich 21. März. Der Rettungsverkehr wird gewährleistet. Anwohner*innen und Anlieger*innen wurden über die Verkehrsraumeinschränkung von der Baufirma informiert. Die Umleitung ist ausgeschildert.Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis für die entstehenden Einschränkungen.
20.06.2024 | Bauinformation | Lieferschwierigkeiten
Mit der Neugestaltung der Mobilitätsachse möchte die Stadt Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota) die Fuß-und Radwegeverbindungen zwischen Bahnhof und Innenstadt fördern. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten kommt es nun zu Bauverzögerungen beim ersten Bauabschnitt.
Die Stadt Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota) hat das Ziel, mit dem Ausbau der Mobilitätsachse eine barrierefreie und lückenlose Fuß-und Radwegeverbindungen zwischen Bahnhof und Innenstadt für Bürgerschaft und Gäste zu schaffen. Die Baumaßnahme für den ersten Bauabschnitt Friedensstraße und Schwarzer Weg startete im Mai 2023 und wird sich nun aufgrund von Lieferschwierigkeiten des sandfarbenen Sonderbelags (Walzasphalt DEUCOLOR-w) verzögern. Die Stadt Lübben danke allen Anliegern für die bisherige Geduld und bittet alle Verkehrsteilnehmer*innen weiterhin, sich mit besonderer Aufmerksamkeit und gegenseitiger Rücksichtnahme sowie unter strikter Befolgung der verkehrsrechtlichen Anordnung und Beschilderung innerhalb des Baufeldes zubewegen.
09.10.2023 | Virchowstraße | Teilsperrung ab 16./17.10.
Im Zuge des 1. Bauabschnitts der Mobilitätsachse wird ab 16./17. Oktober die Verbindung von der Einmündung der Virchowstraße in die Friedensstraße bis zum Hain gesperrt. Die Umleitung erfolgt über den „Schützenplatz“ und die Bahnhofstraße.
Baubeginn für den Straßenbaumaßnahme in der Friedensstraße war im Mai 2023. Ende September erfolgte nun die Asphaltierung der Straße. Parallel wurden und werden die Gehwege sowie die Einmündung der Bergstraße gepflastert. Der Einbau der Deucolor-Deckschichten ist nach Aktualisierung des Bauablaufplanes für den November vorgesehen. Aufgrund der Bauarbeiten ist derzeit auch der sog. „schwarze“ Weg gesperrt. Hier erfolgen ebenfalls die Arbeiten in Vorbereitung des Einbaus der Deckschichten, um den geplanten Endtermin für die Gesamtmaßnahme zu sichern.
SPERRUNG | TEIL DER VIRCHOWSTRASSE BIS HAIN
Ab dem 16./17. Oktober wird der letzte Bauabschnitt des 1. Teiles der Mobilitätsachse ― die Verbindung von der Einmündung der Virchowstraße in die Friedensstraße bis zum Hain ― gesperrt. Da der Baubereich hier sehr schmal ist, muss aus Sicherheitsgründen für die Fußgänger*innen und die Radfahrer*innen sowie auch für die Mitarbeiter*innen der Baufirma eine Vollsperrung für den durchlaufenden Fuß- und Radverkehr erfolgen. Die Umleitung erfolgt über den „Schützenplatz“ und die Bahnhofstraße. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis für diese Maßnahme. Bitte planen Sie in diesem Zeitraum etwas mehr Zeit für den Umweg ein.
Nach aktuellem Stand kann der geplante Endtermin am 30. November gehalten werden. Damit können voraussichtlich ab Dezember alle Wege und Straßen in diesem Bereich wieder freigegeben werden.
©LAUER Verkehrstechnik GmbH02.10.2023 | Schwarzer Weg | Sperrung ab 4.10.
Ab dem 04.10.2023 wird der sog. „schwarze“ Weg von der Bahnhofstraße bis zur Einmündung der Bergstraße in die Friedensstraße voll gesperrt.
Im Zuge der weiteren Arbeiten an der Mobilitätsachse, konkret dem 1. Bauabschnitt Friedensstraße, wird der sogenannte „schwarze“ Weg ab Mittwoch, 04.10.2023, voll gesperrt. Um die uneingeschränkte Durchgängigkeit der Mobilitätsachse vom Bahnhof ausgehend zu gewährleisten, werden auch in diesem Bereich neue Oberflächen eingebaut. Die Umleitung für die Radfahrer*innen und Fußgänger*innen erfolgt über die Friedensstraße, beginnend an der Einmündung in die Bahnhofstraße bzw. aus der Richtung der Friedensstraße kommend geradlinig weiter bis zur Bahnhofstraße.
Die Stadt Lübben (Spreewald) bittet um Beachtung dieser Vollsperrung, da zeitgleich die Pflasterung der Einmündung der Bergstraße in die Friedensstraße erfolgt. Eine Nichtbeachtung und damit verbundene Störungen des Bauablaufes in diesem sensiblen Bereich würden eine Verzögerung, durch notwendig werdende Nacharbeiten an der Pflasterung, bis hin zu einer Verlängerung der Bauzeit nach sich ziehen.
27.04.2023 | Friedensstraße | Baustart am 02.05.
Die Stadtverwaltung Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota) beginnt am 2. Mai mit den Baumaßnahmen entlang der Mobilitätsachse. Es kommt im ersten Bauabschnitt zu Einschränkungen in der Friedensstraße zwischen Bergstraße und Virchowstraße.
Die Mobilitätsachse zwischen Bahnhof und Innenstadt wird mit dem Ausbau der Friedensstraße weiter qualifiziert. Vorbereitende Maßnahmen wurden in den letzten Monaten bereits getätigt. Die notwendigen Baumfällungen wurden im Februar 2023 realisiert. Die Pflanzung der neuen Bäume erfolgt nach Herstellung der neuen Straße. In den vergangenen Wochen erfolgten Arbeiten am Gasnetz sowie die Sanierung von Teilen des Schmutzwasserkanals.
BAUABSCHNITT 1 STARTET AM 2. MAI
Die Bauarbeiten in der Friedensstraße beginnen am 02. Mai. Im ersten Bauabschnitt wird der Regenwasserkanal zwischen Bergstraße und Virchowstraße erneuert. Dieser Teil der Straße wird für den Kfz-Verkehr voll gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können auf dem ausgewiesenen Bereich die Baustelle queren.
Zwischen den beiden genannten Einmündungen ist die Erreichbarkeit der Grundstücke stark eingeschränkt. Während der täglichen Arbeitszeit der Baufirma ist eine Befahrung der Grundstücke mit Kfz nicht möglich. Außerhalb der täglichen Arbeitszeit wird dies von der Baufirma weitestgehend gewährleistet. Dazu wird es individuelle Informationen und Absprachen mit den betroffenen Anliegern geben.BEREICH BAHNHOFSTRASSE & BERGSTRASSE
Der vordere Bereich der Friedensstraße bleibt für den Anliegerverkehr erreichbar.BEREICH VIRCHOWSTRASSE & HAIN
Der unbefestigte Bereich der Friedensstraße in Richtung Hain ist für Anlieger*innen über die Berliner Chaussee, Spielbergstraße, Virchowstraße, entlang des Friedhofes erreichbar. Betroffen sind auch die ansässige Kinderärztin sowie der Haupteingang des Friedhofes. Der Friedhof ist auch vom Eingang Bergstraße erreichbar.Die Stadt bittet, die ausgewiesenen Wegen zu nutzen und um Vorsicht und Rücksichtnahme. Über den weiteren Bauablauf wird zeitnah informiert. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis.
© LAUER09.01.2023 | Friedensstraße | Baumfällung
Im Zuge der bevorstehenden Baumaßnahme in der Friedensstraße im März 2023 erfolgt in Vorbereitung seit dem 9. Januar die Fällung der Bäume. Es kommt zu Verkehrseinschränkungen.
Ab März erfolgt der Bau der Friedensstraße. Seit dem 9. Januar werden in Vorbereitung auf die Baumaßnahme 23 Bäume gefällt. Mit den Straßenbauarbeiten werden zum Ausgleich 27 neue Bäume entlang der Friedensstraße sowie als Lückenschluss am derzeit unbefestigten Weg zur Bahnhofstraße gepflanzt.
Während der Fällarbeiten kommt es zu Einschränkungen im Straßenverkehr. Entsprechende Beschilderungen sind zu beachten. Das Ende der Arbeiten ist für die 3. Kalenderwoche vorgesehen — bis spätestens 20. Januar. Wir bitten um Verständnis.
14.10.2021 | Sachstand
Die Stadt Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota) informiert im folgenden Bericht über die geplante Baumaßnahmen im Lübbener Hain. Ziel der Planung ist die Realisierung einer Mobilitätsachse als kürzeste Strecke zwischen dem westwärts gelegenen Bahnhof und dem Stadtzentrum, d. h. die Fuß- und Radwegeverbindung vom Bahnhof kommend über die Friedensstraße, dem Hain und der Breiten Straße zum Marktplatz. Seine zentrale Lage zwischen dem Bahnhof und der Innenstadt sowie den umliegenden Stadtteilen macht ihn zu einem fuß- und radläufig hoch frequentierten Ort. Als eine Art „Drehkreuz“ nimmt er eine zentrale Rolle im Verkehrssystem Lübbens ein. Die im Verlauf der Mobilitätsachse liegenden Wege und insbesondere Straßenquerungen sollen in diesem Sinne umgestaltet bzw. ausgebaut werden. Für bahnreisende Gäste der Stadt soll zudem der Zugang zum Stadtzentrum formuliert werden. Es sollen gestalterische Prinzipien definiert werden, die die Mobilitätsachse trotz unterschiedlicher funktionaler Anforderungen und der abknickend verlaufenden Route als einen zusammenhängend verlaufenden Stadtraum erlebbar machen.
Im vorbereitenden Planungsprozess wurden im Rahmen einer Beteiligung die Bürger*innen im November 2019 zu einer Bürgerversammlung geladen. In diesem Zusammenhang fand ein weiteres digitales Beteiligungsverfahren statt.
▼ 2020
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota) hat mit dem Beschluss vom 25.06.2020 (Vorlagen-Nr.: 2020/016) die Vorplanung für den Ausbau der Mobilitätsachse mehrheitlich beschlossen. Die aktuell vorliegende Entwurfsplanung wurde darauf aufbauend bearbeitet, qualifiziert und den örtlichen Bedingungen angepasst. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung wurden den Stadtverordneten vorgestellt und die Argumente abgewogen.
Im Jahr 2020 wurden zwei Petitionen des BUND, Ortsgruppe Lübben/Spreewald eingereicht. Hierin wurden sowohl formelle als auch materielle Kritikpunkte zum Vorhaben formulierten. Die „Petition gegen die Asphaltierung bzw. Pflasterung der Wege im Naturschutzgebiet „Lübbener Hain““ sowie die „Petition für eine echte und möglichst repräsentative Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung der Mobilitätsachse durch den Lübbener Hain.“ wurden im Juni 2020 durch die Stadtverordnetenversammlung (Vorlagen-Nr.: 2020/035, 2020/036) abgelehnt. Grund hierfür waren die nicht nachvollziehbaren Hinweise zu den Bedenken des BUND, da alle Sachverhalte und Inhalte zur Thematik Ausbau im Lübbener Hain den Stadtverordneten bekannt waren – dazu zählen auch die Inhalte aus den Bürgerbeteiligungsformaten. So wurde von den Stadtverordneten festgestellt, dass die Vorplanung klar und verständlich ist, alle Meinungen und Auffassungen ausgetauscht wurden und der Öffentlichkeit und den Bürgern ausreichend Gelegenheit gegeben wurde, ihre Auffassungen zu äußern.
▼ 2021
Im Frühling diesen Jahres wurde durch den Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt in einer Vor-Ort-Besichtigung sowie in einer Befragung der Abgeordneten der Stadtverordnetenversammlung mehrheitlich als Befestigung im Hain das Material Walzasphalt (Sonderbelag Deucolor) favorisiert. Im Juni 2021 wurde auf Entschluss der Stadtverordnetenversammlung auf das Anlegen von Probeflächen aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit verzichtet.
Am 26. Juni 2021 hat die Stadt Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota) auf Vorschlag der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald das Landesbüro der anerkannten Naturschutzverbände eingeladen, um die Planungen der Mobilitätsachse vorzustellen. Hierbei wurden mehrere Terminvorschläge unterbreitet. Diesem Termin folgte am 2. Juli 2021 eine Ablehnung durch das Landesbüro mit der Begründung, dass der Wunsch einer wassergebundenen Decke für den Hain weiterhin besteht und der Einbau einer Asphaltdecke keine Zustimmung findet wird.
Es folgte am 6. Juli 2021 ein weiteres Schreiben aus dem Fachbereich Bauen und Stadtplanung mit dem Verweis auf die Untere Naturschutzbehörde (UNB), welche eine positive Einschätzung zum geplanten Bauvorhaben im Hain abgegeben hat. Auch das Biosphärenreservat Spreewald ist nach einem Vor-Ort-Termin und einem gemeinsamen Gespräch mit den UNB positiver Auffassung. Auf das Schreiben gab es vom Landesbüro anerkannter Naturschutzverbände keine Antwort. In Folge dessen sprach Bürgermeister Lars Kolan am 10. September 2021 eine schriftliche Einladung zur Vor-Ort-Begehung der Mobilitätsachse mit den Mitgliedern des Ausschusses für Bau, Planung und Umwelt der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Lübben (Spreewald) am 15. September 2021 aus. Auch auf diese Einladung folgte eine Absage durch das Landesbüro anerkannter Naturschutzverbände mit der Forderung nach einer wassergebundenen Deckschicht.
Das Treffen des Ausschusses für Bau, Planung und Umwelt fand am 15. September 2021 mit einer Vorortbegehung im Hain statt. Hier informierte der Fachbereich III sowie die Planungsgemeinschaft NAGLER & DIECK/Degat über den Planungsstand und die Vorteile des Materials Walzasphalt Sonderbelag Deucolor:
- Minimalinvasiver Eingriff beim Hocheinbau
- Keine Beschädigung der Wurzelbereiche durch Hocheinbau
- Charakter/Bild des Hains bleibt gewahrt (Farbauswahl: Sandfarbe)
- Ökologische Falle für Kleintiere weitgehend ausgeschlossen – kein erhitzen und keine Trennung der Ökosysteme
- Dauerhafte, standsichere Fläche - Keine Bildung von Pfützen und keine Frostschäden (Frost-/Tauwechsel)
Die Einbautechnologie wurde an die Gegebenheiten des Naturraumes angepasst:
- keine Verwendung seitlicher Borde als Einfassung
- Einbau erfolgt als Hocheinbau, die dort bereits vorhandene Schotter-Splitt Schicht wird minimal entnommen und ergänzt und mit einem Dachgefälle versehen
- seitlich bedingter Höhenunterschied wird mit Oberboden angeglichen/begrünt
- Der Eingriff in den Boden wird somit weitestgehend minimiert
- Die zur Führung für sehbehinderte Personen notwendigen taktilen Elemente werden in die neue Fläche eingesetzt und farblich markiert
- Anrauen der Oberfläche durch Sandstrahlung - Wasser kann problemlos in den Seitenbereichen versickern
Die Planung gliedert sich in folgende Teilbereiche:
- Teilbereich vom Bahnhofsvorplatz über den sogenannten schwarzen Weg und die Friedensstraße bis zur Einmündung Virchowstraße,
- Teilbereich vom unbefestigten Teil der Friedensstraße bis zur ersten Brücke im Hain
- Teilbereich anschließender Wegeabschnitt im Hain bis zum Anschluss Breiten Straße
Die bereits befestigten Bereiche in der Friedensstraße werden dem technischen Standard entsprechend grundhaft ausgebaut. Die Straße erhält einseitig eine neue Baumreihe. Details können den beiliegenden Plänen entnommen werden.
Im Bereich des sogenannten „Schwarzen Weges“ wird mittig eine Mischverkehrsfläche für Radfahrer und Fußgänger in Walzasphalt (Sonderbelag Deucolor) in einer Breite von 4,50 m angeordnet. Die Baumreihen bleiben beidseitig erhalten, fehlende Bäume werden ersetzt, so dass nach Fertigstellung beidseitig geschlossene Baumreihen entstehen.
Das Material findet sich auch in der Friedensstraße wieder und von dort aus auf den sich anschließenden nördlichen Wegebereichen. Ziel ist eine gut sichtbare, einheitliche Führung für den nicht-motorisierten Verkehr vom Bahnhof bis in die Innenstadt herzustellen.
▼ WIE GEHT ES WEITER
Die Entwurfsplanung wird durch das Planungsbüro im Sitzungsmonat Oktober zum Beschluss vorgelegt. In der Stadtverordnetenversammlung am 28. Oktober 2021 wird empfohlen, die vorliegende Leistungsphase 3 zu beschließen. Die weiterführende Planung wird im Anschluss freigegeben, um das Genehmigungsverfahren durch den Straßenbaulastträger einzuleiten. In diesem Verfahren sind die Träger öffentlicher Belange (TÖB) zu beteiligen, dazu zählen auch die anerkannten Naturschutzverbände. Die Wertung und die Abwägung aller eingehenden Stellungnahmen erfolgt in kommunaler Verantwortung. Die Einlegung von Rechtsmitteln kann nicht ausgeschlossen werden.
HISTORISCHER HINTERGRUND - "Pfützen im Hain"
Die Trottoirverlegung wird 1897 vorerst abgeschlossen; künftig widmet sich die Stadt den Sumpflöchern im Großen Hain. Immer wieder werden die kleinen, stehenden Gewässer aufgefüllt, um damit den Stechmückenplagen zu begegnen. Alte Erlen werden abgeholzt, um Neuanpflanzungen Platz zu machen. (sinngemäß aus: Paul Richter: Unterlagen zur Geschichte der Stadt Lübben für die Jahre 1846–1923. Aus dem Lübbener Kreisarchiv und der Lübbener Zeitung, Signatur: Rep. 8 Lübben 3232 zum Jahr 1897)





