Klimaschutz in Lübben

Das globale Phänomen des Klimawandels stellt diese und kommende Generationen vor vielschichtige Herausforderungen. Um Auswirkungen zu begrenzen und Anpassungen an absehbare Veränderungen vorzunehmen, wurden weltweit (Abkommen von Paris, 2015) und auf nationaler Ebene (Klimaschutzplan 2050) Handlungsfelder identifiziert und Zielsetzungen vereinbart. Eine Umsetzung kann dabei nur mit der lokalen Ebene der Kommune gelingen. Sie zählt zu den größten Verursachern und birgt daher die größten Potentiale.

Selbstverpflichtung der Stadt Lübben (Spreewald)
Obwohl Klimaschutz bisher nicht Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge ist, hat die Stadt Lübben (Spreewald) / Lubin (Błota) dieses unumgängliche Thema in seine politische Agenda aufgenommen. Mit der Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes 2013 ist dabei ein erster Meilenstein erreicht. Es bildet die Grundlage der Selbstverpflichtung der Stadt und beschreibt sowohl übergeordnete, langfristige Ziele, als auch 43 konkrete Maßnahmen, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden.

Zur Umsetzung und Weiterentwicklung des Klimaschutzkonzeptes beschäftigt die Stadt Lübben (Spreewald) seit 2016 einen Klimaschutzmanager. „Meine Aufgabe ist es, in allen laufenden und anstehenden Projekten der Stadt das Thema Klimaschutz mitzudenken und im Sinne einer nachhaltigen Gesellschaft umzusetzen“, sagt Dr. Matthias Städter, Klimaschutzmanager. „Als Schnittstelle von Politik und Verwaltung führe ich die relevanten Akteure zusammen und bin Ansprechpartner für die Lübbener Bürgerinnen und Bürger zum Thema Klimaschutz.“ Klimaschutz kann auch in Zukunft nur erfolgreich sein, wenn er auf allen Ebenen und von allen Akteuren mitgedacht und umgesetzt wird.


Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.


Klimaschutzkonzept:
Projektträger Jülich
Projektzeitraum:
01.09.2011 – 31.07.2013
Förderkennzeichen: 03KS2269
Klimaschutzmanagement:
Projektträger Jülich
Projektzeitraum:
01.01.2016 – 14.04.2019
Förderkennzeichen: 03K01459
Klimaschutzmanagement Anschlussvorhaben:
Projektträger Jülich
Projektzeitraum:
15.04.2019 - 14.06.2021
Förderkennzeichen: 03K01459-1
  • Klimabeirat der Stadt Lübben (Spreewald) / Lubin (Błota)

    Als beratendes Gremium bei der Erstellung und laufenden Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes leistet der Klimabeirat einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung richtungsweisender Entscheidungen klimaschutz-relevanter Fragestellungen im Stadtgebiet. Unter Leitung des Klimaschutzmanagers tagen Vertreter aller politischen Fraktionen sowie Mitglieder der Verwaltung in regelmäßigen Abständen zu komplexen Themen und geben Empfehlungen an die entsprechenden Fachgremien.

    Stetige Mitglieder des Beirates

    Klimaschutzmanager Dr. Matthias Städter
    Fraktion Pro Lübben
    Sabine Minetzke
    Fraktion CDUn.n.
    Fraktion Die StadtfraktionPaul Bruse
    Fraktion SPD
    n.n.
    Fraktion Die Linke
    Reinhard Krüger
    Fraktion Bündnis 90/Grüne
    n.n.
  • Kinder- und Jugendbildung zum Thema Klimaschutz

    Klimaschutz und eine schonender Umgang mit Ressourcen sind zentrale Aspekte einer nachhaltigen Gesellschaft. Bildungseinrichtungen von der Kita bis zur Oberschule nehmen dabei eine zentrale Rolle in der Bewusstseinsbildung nachfolgender Generationen ein. Es gilt Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene frühzeitig für diese Themenkomplexe zu begeistern und als Multiplikatoren zu gewinnen.

    Die Stadt Lübben führt daher an ihren Bildungseinrichtungen das Energiesparmodell fifty/fifty ein. Als Umweltbildungsprojekt steht die altersgerechte Wissensvermittlung insbesondere durch praktische Arbeiten im Vordergrund. In den Einrichtungen sollen Energiesparpotentiale ermittelt und gehoben werden. Die dabei erzielten Einsparungen werden zur Hälfte an die Einrichtungen gegeben und dienen der Erfüllung des pädagogischen Auftrags.

    Im Rahmen des Projektes arbeitet die Stadt Lübben eng mit ihrer Nachbarkommune, der Stadt Luckau, zusammen. Insgesamt können so 22 Einrichtungen beteiligt werden.

    Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) unterstützt im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative die Einführung von Energiesparmodellen.

    Projektbausteine in Lübben - Berichte aus dem Stadtanzeiger:

  • E-Mobilität in Lübben

    Öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektroautos

    Den Spreewald mit dem eigenen Elektroauto zu erschließen, ist für viele nachhaltig denkende Gäste ein Bedürfnis. Die notwendige Infrastruktur möchte die Stadt Lübben allen Besuchern an zentralen Knotenpunkten bereitstellen. Dazu erfolgt in den kommenden Jahren ein bedarfsgerechter Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur im gesamten Stadtgebiet.

    Als ersten Schritt wurden an unserem zentral gelegenen touristischen Parkplatz "Burglehn" 6 Ladesäulen mit je 2 Ladepunkten a 22kW errichtet. Aufbau und Inbetriebnahme sind für 2018 vorgesehen. Die Stadt Lübben bekam dazu Fördermittel im Rahmen des Bundesprogramms zur Förderung für Elektrofahrzeuge.

    Unsere Ladestationen werden natürlich mit Ökostrom versorgt. Der Strom wird in den ersten 12 Monaten nach Errichtung kostenfrei abgegeben.

    Klimaneutrale Mobilität der Stadtverwaltung

    Auch die Stadtverwaltung hat sich die schrittweise Umstellung des kommunalen Fuhrparks auf die Fahne geschrieben. Innerstädtische Dienstfahrten können in Lübben ohne weiteres mit dem Fahrrad erledigt werden. Dazu stehen den Mitarbeitern zwei Elektrofahrräder zur Verfügung. Sie wurden durch die Stadt- und Überlandwerke GmbH Lübben (SÜW) gesponsert und sind vor allem in den Sommermonaten täglich im Einsatz.

    Ergänzend wurde ein rein elektrischer PKW beschafft. Mit Reichweiten von mehr als 200 km lassen sich 95% der Tagesfahrleistungen problemlos erschließen. Auch das Nutzungsprofil im kommunalen Tagesgeschäft mit nächtlichem Nachladen ist ideal für den Einsatz eines Elektroautos.

    Auch unser Baubetriebshof betreibt bereits zwei Elektrofahrzeuge (Papierkorbleerung) und wird, soweit möglich, nach und nach seine Fahrzeugflotte auf klimaneutrale Treibstoffe umrüsten.

  • Klimagerechtes Bauen und Sanieren

    Mit dem Klimaschutzplan 2050 konkretisierte die Bundesregierung ihre Zielvorgaben für den Gebäudesektor. Danach werden Gebäude im Jahr 2050 im Durchschnitt nur noch einen sehr geringen Energiebedarf haben, welcher zudem durch erneuerbare Energien gedeckt werden wird. Der Grundstein ist dabei bereits heute zu legen. Mit einer Lebensdauer von meist 100 Jahren müssen bei Neubau und Sanierung schon jetzt die gesteckten Ziele für Energie-Effizienz und Energieträger erreicht werden.

    Die Stadt Lübben setzt daher bei laufenden und künftigen Neubauten (z.B. der Kindertagesstätte „Waldhaus“), aber auch in der Sanierung die Ziele der Bundesregierung um. Dabei unterschreitet die Stadt Lübben die Vorgaben der geltenden EnEV noch einmal deutlich. Besonders im Sektor Wärmeerzeugung ist die Abkehr von fossilen Brennstoffen erklärtes Ziel der Stadt. Weiterhin erstellt sie einen Sanierungsplan zur kontinuierlichen energetischen Sanierung und Umstellung der Wärmeversorgung aller ihrer Liegenschaften.

  • Ökostrom in Lübben

    Zur Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien stellte die Stadt Lübben zum 01.01.2018 die Versorgung ihrer Liegenschaften und der Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet auf Strom aus erneuerbaren Energien um. Mit einem Verbrauch von ca. 3 GWh gehört sie zu den größten Verbrauchern und leistet durch den Wechsel einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung ihrer Emissionen.

  • PV-Bürgeranlage Altablagerung „Deponie Langer Rücken“

    Nach Sanierung der im Süd-Westen der Stadt gelegenen Altablagerung „Deponie Langer Rücken“ plant die Stadt Lübben auf der Konversionsfläche die Errichtung einer ca. 1ha großen Photovoltaikanlage. Die Anlage soll den Bürgern die direkte Teilhabe an der Energiewende ermöglichen und so zu einer Verbesserung der Akzeptanz beitragen.

  • Energie- und Treibhausgasbilanz der Stadt Lübben

    Wieviel Energie verbraucht der Lübbener im Durchschnitt? Und wieviel klimaschädliche Gase werden dabei emittiert? In welchen Bereichen besteht besonderer Handlungsbedarf? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, erstellt die Stadt Lübben (Spreewald) in regelmäßigen Abständen eine kommunale Treibhausgasbilanz über eine internetbasierte Software – den Klimaschutzplaner.

    Dem Klimaschutzplaner ist eine deutschlandweit standardisierte Methodik zur Bilanzierung hinterlegt. Dies ermöglicht Monitoring und den direkten Vergleich vom Kommunen untereinander. Mit einem Ausstoß von ca. 8 Tonnen CO2 pro Jahr und Einwohner liegt die Stadt Lübben im Mittelfeld der deutschen Kommunen. Doch was bedeutet diese Zahl? Wieviel Wald müsste man pflanzen um seinen persönlichen Ausstoß zu kompensieren? Abgeschätzt bindet ein Hektar Wald in Deutschland über alle Altersklassen hinweg pro Jahr etwa 13 Tonnen CO2. Jeder Lübbener müsste also ca. 0,6ha Wald pflanzen um seine persönlichen Emissionen zu kompensieren.

    Unter www.klimaschutz-planer.de sind die wichtigsten Eckpunkte der Bilanz der Stadt Lübben für das Jahr 2015 einsehbar:

  • Energiespartipps für Ihren Haushalt

    Energie – ob in Form von Wärme oder Strom – ist aus unser aller Leben nichtmehr wegzudenken. Der Energieverbrauch in den eigenen vier Wänden steigt von Jahr zu Jahr, wie auch die dazugehörigen Energiepreise. Nicht umsonst werden diese als zweite Miete bezeichnet. Die angeführten Tipps ermöglichen es Ihnen, Ihre Kosten um bis zu 15% zu senken ohne auf gewohnten Komfort zu verzichten. Darüber hinaus leisten Sie damit Ihren persönlichen Beitrag für Klimaschutz und eine nachhaltige Gesellschaft.

    Effektiv heizen

    • Heizkörper nicht abdecken, durch Möbel verstellen oder durch Gardinen verdecken. So wird eine genügende Zirkulation gewährleistet.
    • Thermostat-Ventile richtig einstellen. Diese regeln den Heizkörper entsprechend der eingestellten Temperatur stets nach. Programmierbare Thermostate bieten außerdem die Möglichkeit, z.B. nachts die Temperatur abzusenken. Dies kann bis zu 10% Energie sparen.
    • Nachts Rollläden runter und Vorhänge zu. Die meiste Energie geht über Fenster verloren. Diese können mit Rollläden und Vorhängen isoliert werden. 20% Energieeinsparung sind möglich.
    • Verzicht auf Heizlüfter und Radiatoren. Diese sind besonders ineffizient und reine Stromschlucker.
    • Kontrollieren Sie die eigene Raumtemperatur. Das ist zu Beginn des Winters besonders lohnenswert. Diese sollte in Wohn- und Schlafzimmern bei 20°C, in Küche und Bad bei 17°C liegen. Jedes Grad weniger spart 6% Ihrer Heizkosten ein.
    • Niedrige Temperaturen. Bei normaler Verschmutzung reicht das 40°C-Waschprogramm. Es verbraucht 50% weniger Energie als eine Wäsche bei 60°C. Die Waschmaschine sollte stets voll beladen sein.
    • Wäsche auf die Leine. Ein Trockner sollte nur im Ausnahmefall genutzt werden. Trocknen auf der Leine kostet nichts. Stellen Sie aber die Belüftung sicher.

    Öfter lüften

    • Stoßlüften statt anklappen. Das Fenster täglich mindestens 3-mal für je 10 Minuten weit öffnen. Die Heizung währenddessen abdrehen. Dies verhindert zudem Schimmelbildung.

    Lichtquellen

    • Tageslicht. Machen Sie Ihre Fenster frei und schalten Sie nicht benötigte Lampen ab.
    • Umstellen auf Leuchtdioden (LED). Der Verbrauch sinkt um bis zu 98% gegenüber Glühlampen. Die einmaligen Anschaffungskosten sind in kurzer Zeit eingespart.

    Versteckte Stromfresser

    • Vermeiden Sie Stand-by-Verluste. Viele Geräte wie Fernseher, PC, Hi-Fi-Anlagen und Kaffeemaschinen verbrauchen, wenn nicht in Betrieb, weiterhin bis zu 70% ihres Strombedarfs. Erkennbar an warmen Netzteilen oder dem leuchtenden roten Punkt. Für einen großen Flachbildfernseher kann sich dieser Stromverbrauch leicht auf Kosten von 100€ pro Jahr summieren.
    • Ausschaltbare Steckerleisten nutzen. Sie ermöglichen die vollständige Trennung des Elektrogerätes vom Stromkreis. Strom wird gespart und auch das lästige Summen der Geräte wird vermieden.
    • Beherzigen Sie diese Tipps auch außerhalb Ihrer Wohnung z.B. auf der Arbeit oder bei Ihren Freunden. Klären Sie auf!
    • Kaufen Sie Geräte, die Ihren Bedürfnissen entsprechen. Achten Sie auf deren Effizienzklasse (A+).

    Am Küchenherd

    • Ebene Töpfe und Pfannen verwenden. Der Topf sollte nicht kleiner als die Heizstelle sein. Dampfkochtöpfe sparen etwa die Hälfte der Energie.
    • Deckel drauf. Mit geschlossenem Deckel verbrauchen Sie 30% weniger Energie.
    • Nicht mehr Wasser als notwendig erhitzen. Bevorzugt den Wasserkocher nutzen.

    Im Kühlschrank

    • Keine warmen Speisen in den Kühlschrank stellen. Lassen Sie Speisen vorher abkühlen. Achten Sie darauf, die Türen möglichst kurz zu öffnen, und stellen Sie Ihren Kühlschrank nicht direkt neben eine Wärmequelle (Heizung/Herd).
    • Regelmäßig abtauen. Geräte verbrauchen dann viel weniger Strom. Nach dem Abtauen gut putzen, sonst besteht Schimmelgefahr.

    Beim Wäschewaschen

    • Niedrige Temperaturen. Bei normaler Verschmutzung reicht das 40°C-Waschprogramm. Es verbraucht 50% weniger Energie als eine Wäsche bei 60°C. Die Waschmaschine sollte stets voll beladen sein.
    • Wäsche auf die Leine. Ein Trockner sollte nur im Ausnahmefall genutzt werden. Trocknen auf der Leine kostet nichts. Stellen Sie aber die Belüftung sicher.
  • Berechnen Sie Ihren persönlichen CO2-Ausstoß

    Sie wollen Ihren persönlichen CO2-Ausstoß abschätzen und wissen, wie Sie im Vergleich zum deutschen Durchschnitt dastehen? Sie wollen sich selbst ein Szenario entwickeln, indem Sie Schritt für Schritt klimaneutral werden? Das Umweltbundesamt gibt Ihnen mit dem CO2-Rechner die Möglichkeit, mit wenigen Klicks Einblick in Ihre persönliche CO2-Bilanz zu erhalten.



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