Klimaschutz in Lübben

Der menschengemachte Klimawandel zählt zu den größten Herausforderungen dieser und kommender Generationen. Mit Beschluss des Pariser Klimaschutzabkommens im Jahr 2015 und der dortigen Formulierung des 2°C-Ziels hat die überwiegende Weltgemeinschaft von 197 Staaten sich klar zum Klimaschutz bekannt. Auch die Stadt Lübben bekennt sich zum Pariser Abkommen und den Klimaschutzzielen der Bundesregierung, formuliert im Klimaschutzplan 2050.

Als staatlich anerkannter Erholungsort möchte die Stadt Lübben auch beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle einnehmen und hat auf diesem Weg bereits viele Meilensteine erreicht. In der nachfolgenden Graphik sind die wichtigsten zusammengefasst. So ist Lübben seit 2011 Pilotkommune im Klimaschutz und hat sich in 2012 zur Aufstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes entschieden, welches seit 2014 eine Arbeitsgrundlage der Verwaltung ist. Mit der Schaffung der Personalstelle des Klimaschutzmanagers in 2016 und deren Verstetigung gehört Lübben zu einer der wenigen Städte der Bundesrepublik die dem Thema Klimaschutz eine derartige Bedeutung beimessen.

Im Jahr 2021 möchte die Stadt Lübben ihr integriertes Konzept fortschreiben und lädt alle Bürger und Bürgerinnen ein, der Bewältigung der Herausforderung des Klimawandels gemeinsam entgegenzutreten und die Transformation in eine klimaneutrale Zukunft mit zu gestalten.


Die Stadt Lübben wird im Rahmen ihrer Klimaschutzbemühungen gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.


Klimaschutzkonzept:
Projektträger Jülich
Projektzeitraum:
01.09.2011 – 31.07.2013
Förderkennzeichen: 03KS2269
Klimaschutzmanagement:
Projektträger Jülich
Projektzeitraum:
01.01.2016 – 14.04.2019
Förderkennzeichen: 03K01459
Klimaschutzmanagement Anschlussvorhaben:
Projektträger Jülich
Projektzeitraum:
15.04.2019 - 14.06.2021
Förderkennzeichen: 03K01459-1
  • Meilensteine auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft der Stadt Lübben / Eckdaten
    Klimaschutz Lübben


    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    Ü1a/Ü2a

    Politische Beschlüsse

    2012/0262014/004

    Emissionseinsparungen*

    pro Jahr

    divers

    Beschlussdauer (13 Jahre)

    ca. 27.000t CO2äq

    Finanzielle Aufwendungen*

    Gesamtkosten

    ca. 22.000.000€

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    815€/t CO2äq

    *gemäß Klimaschutzkonzept der Stadt Lübben (Spreewald) (S. 216) auf Grundlage Beschluss 2014/004

  • Klimaschutzmanagement der Stadt Lübben

    Die Umsetzung beschlossener Klimaschutzmaßnahmen sowie die Weiterentwicklung des städtischen Klimaschutzkonzeptes wird koordiniert durch den Klimaschutzmanager Dr. Matthias Städter. Er ist Schnittstelle von Politik, Verwaltung sowie Ansprechpartner für Bürger und Bürgerinnen bei alle Themen rund um den Klimaschutz.

  • Klimabeirat der Stadt Lübben

    Zur Aufstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes der Stadt Lübben initiiert hat sich der Klimabeirat als begleitender Beirat bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und Entwicklung von Grundsatzentscheidungen etabliert. Als nichtöffentliches Gremium unter Leitung des Klimaschutzmanagers dient er dem Austausch zwischen Politik und Verwaltung und gibt Empfehlungen an die entsprechenden Fachausschüsse.

    Der Klimabeirat besteht aus den Vertretern aller politischen Fraktionen sowie Mitgliedern der Verwaltung.

    Legislaturperiode
    2010-2015
    2015-2019
    2019-2024
    Klimaschutzmanager
     Dr. Matthias Städter Dr. Matthias Städter
    Fraktion Pro Lübben
    Dieter Wolschke
    Sabine MinetzkeFrank Selbitz
    Fraktion CDUDr. Kinze
    Marco Sell
    Annett Kaiser
    Fraktion Die Stadtfraktion
    Paul Bruse

    Fraktion SPD
    Paul Bruse

    Andreas Dommaschk
    Fraktion Die Linke
    Reinhard KrügerReinhard KrügerReinhard Krüger
    Fraktion Bündnis 90/Grüne


    Andreas Rieger
    Fraktion "Wir von hier"

    Thomas Weidemanns

  • CO2- Bilanz der Stadt Lübben

    Wieviel Energie verbraucht der Lübbener im Durchschnitt? Und wieviel klimaschädliche Gase werden dabei Emittiert? In welchen Bereichen besteht besonderer Handlungsbedarf? Um diese und weitere Fragen zu beantworten erstellt die Stadt Lübben in regelmäßigen Abständen eine kommunale Treibhausgasbilanz über eine internetbasierte Software – den Klimaschutzplaner.

    Dem Klimaschutzplaner ist eine deutschlandweit standardisierte Methodik zur Bilanzierung hinterlegt. Dies ermöglicht Monitoring und den direkten Vergleich vom Kommunen untereinander.  

    Unter https://www.klimaschutz-planer.de/ sind die wichtigsten Eckpunkte der Bilanz der Stadt Lübben (Spreewald) für das Jahr 2015 einsehbar.

    Klimaschutz Lübben

    CO2-Bilanz der Stadt Lübben (Spreewald), 2015; Quelle: Klimaschutz-Planer

    Mit einem Ausstoß von ca. 8 Tonnen CO2 pro Jahr und Einwohner liegt die Stadt Lübben (Spreewald) im Mittelfeld der deutschen Kommunen. Doch was bedeutet diese Zahl? Wieviel Wald müsste man pflanzen um seinen persönlichen Ausstoß zu kompensieren? Abgeschätzt bindet ein Hektar Wald in Deutschland über alle Altersklassen hinweg pro Jahr etwa 13 Tonnen CO2. Jeder Lübbener müsste also ca. 0,6ha Wald pflanzen um seine persönlichen Emissionen zu kompensieren. Dies entspricht in etwa der Größe eines Fußballfeldes.

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    Ü2b

    Politischer Beschluss

    2020/040

    Emissionseinsparungen*

    pro Jahr

    179tCO2äq

    Beschlussdauer (13 Jahre)

    2.327 tCO2äq

    Finanzielle Aufwendungen*

    Gesamtkosten

    1.000€/a

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    5,60€/tCO2äq

    *gemäß Abschätzung Klimaschutzkonzept

  • Klimanotstand für die Stadt Lübben

    Am 28.04.2020 wandte sich der BUND Ortsgruppe Lübben/Spreewald zusammen mit dem NABU Kreisverband Spreewald e.V. an die Stadtverordnetenversammlung in Form einer Petition zur Ausrufung des Klimanotstands in der Stadt Lübben. Vor dem Hintergrund der bereits geschaffenen Strukturen und Voraussetzungen für einen aktiven und ambitionierten Klimaschutz sowie die bereits umgesetzten Maßnahmen ist, nach Auffassung der Verwaltung, die Ausrufung eine „Notstandes“ ein falsches Signal an die Lübbener Bevölkerung. Die Meinungsbildung im Bau- und Hauptausschuss spiegelt diese Meinung wieder. Die letztliche Beschlussfassung der Antwort auf die Petition erfolgt durch die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Lübben am 30.07.2020.

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

     

    Politischer Beschluss

    2020/040

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    keine

    Beschlussdauer (30 Jahre)

    Absichtserklärung

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    keine

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    keine

Klimaschutz in Stadtentwicklungskonzepten

  • Fortschreibung des Flächennutzungsplans – Ausbau der erneuerbaren Energien

    Der Flächennutzungsplan der Stadt befindet sich derzeit in Fortschreibung. Im Zuge der Fortschreibung beauftragte die Stadt Lübben eine raumanalytische Untersuchung zur Nutzung von Wind- und Solarenergie auf dem gesamten Gemeindegebiet. Ziel ist, unter Abwägung gesellschaftlicher Belange, die Ausweisung von Eignungsgebieten für den Ausbau Erneuerbarer Energien, um diesen konfliktarm im nötigen Maße umzusetzen.

    Die Stadtumbaustrategie finden Sie unter der Rubrik Stadtentwicklung – Konzepte.

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    E2c/E3a

    Politischer Beschluss

    2020/009

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    keine

    Beschlussdauer (20 Jahre)

    Planungsgrundlage

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    ca. 35.000€

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    keine

  • Integriertes Fuß- und Radwegekonzept – Lübben Barrierefrei

    Die Förderung des Fuß- und Radwegeverkehrs ist eines der Leitprojekte im Integrierten Klimaschutzkonzept. Das vorliegende Konzept beschreibt den Weg zu einem sicheren und barrierefreien alltäglichen, schulischen und touristischen Wegesystem.

    Die Stadtumbaustrategie finden Sie unter der Rubrik Stadtentwicklung – Konzepte.

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    V2a

    Politischer Beschluss

    2014/044

    2016/105

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    keine

    Beschlussdauer (20 Jahre)

    Planungsgrundlage

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    ca. 39.000€

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    keine

  • Stadtumbaustrategie Lübben Nord – Klimaschutz und Klimafolgenanpassung

    Die in 2018 beschlossene Stadtumbaustrategie für das Stadtgebiet Lübben Nord befasst sich neben dem Klimaschutz auch erstmals mit dem Thema Klimafolgenanpassung. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen zur Wärmewende im Quartier, zur Energieeffizient von Gebäuden, zum Ausbau regenerativer Energie im urbanen Raum, zur Frischluftversorgung des Quartiers, der Grünflächenvernetzung und Flächenentsiegelung sowie der Schaffung von Grünraum an öffentlichen Gebäuden.

    Die Stadtumbaustrategie finden Sie unter der Rubrik Stadtentwicklung – Stadterneuerung.

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

     

    Politischer Beschluss

    2018/104

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    keine

    Beschlussdauer (20 Jahre)

    Planungsgrundlage

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    ca. 20.000€

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    keine

  • Integriertes Energetisches Quartierskonzept – Lübben Nord

    Quartierskonzepte können zur Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich und der Infrastruktur, insbesondere der Wärmeversorgung einen wichtigen Beitrag leisten. Integrierte Quartierskonzepte zeigen unter Beachtung z.B. städtebaulicher, wohnungswirtschaftlicher und sozialer Aspekte die technischen und wirtschaftlichen Energieeinsparpotentiale im Quartier auf. Sie zeigen, mit welchen Maßnahmen kurz-, mittel- und langfristig die CO2-Emissionen reduziert werden können. Im Ergebnis soll das Konzept eine zentrale Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für eine, an der Gesamteffizienz energetischer Maßnahmen ausgerichtete, quartiersbezogene Investitionsplanung sein.

    Die Aufstellung ist für die Jahre 2020 und 2021 vorgesehen und Teil des Maßnahmenpakets der Stadtumbaustrategie Lübben Nord.

    Die Stadtumbaustrategie finden Sie unter der Rubrik Stadtentwicklung – Konzepte.

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

     

    Politischer Beschluss

     

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    keine

    Beschlussdauer (20 Jahre)

    Planungsgrundlage

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    n.n.

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    keine

Umsetzung und Weiterentwicklung des Klimaschutzkonzeptes

  • Öffentlichkeitsarbeit

    Diskussionsreihe GlobaLokal

    Goboalokal - Diskussionsreihe

    Die Dialogreihe GlobaLokal wird im Auftrag des Ministeriums der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz MdJEV des Landes Brandenburg sowie ab 2019 auch von der Europäischen Kommission gemeinsam mit Brandenburger Kommunen durchgeführt. Unter wissenschaftlicher Begleitung durch das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und in Kooperation mit den lokalen Akteuren wird thematisiert, wie auf kommunaler Ebene eine Entwicklung hin zu nachhaltigem Wirtschaften und Leben aussehen kann und welche Zusammenarbeit dazu erforderlich ist.

    Am 04.12.2018 machte die Dialogreihe halt in Lübben. Circa 40 anwesende Lübbener Bürger und Bürgerinnen diskutierten mit Experten wie Dr. Fritz A. Reusswig (PIK), Karl-Heinrich von Bothmer (MLUK), Dr. Matthias Städter (Klimaschutzmanager) und Lars Kolan (Bürgermeister) zum Thema Nachhaltigkeit in der Stadt Lübben.

    Aktion Stadtradeln – radeln für den Klimaschutz seit 2017

    Klimaschutz Lübben

    Jeder Kilometer zählt -  unter diesem Motto geht es beim Stadtradeln darum, möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zu fahren und das Auto stehen zu lassen. Es zählt jeder gefahrene Kilometer, ob auf dem Weg zur Arbeit, als Freizeitbetätigung oder die im Urlaub gefahrenen Strecken.  Neben dem Spaß am Radfahren und CO2-Einsparungen will die Aktion dazu anregen, Alltagswege zu überdenken und sich mit dem Fahrrad neu anzufreunden.

    Der Landkreis Dahme-Spreewald organisiert die Aktion partnerschaftlich mit den Gemeinden. So kamen in den Jahren 2017-2020 insgesamt 134.760 km zusammen.

    Rollender Workshop

    Klimaschutz Lübben

    Welche Entwicklungen spielen sich derzeit im Bereich der E-Mobilität ab und welche Beispiele gibt es in der Region Lausitz-Spreewald? Diesen Fragen ging der 3. Rollende Workshop der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald am 13.06.2018 nach. Um praxisnahe Eindrücke und Informationen direkt vor Ort zu erhalten, besuchten die Teilnehmer unter anderem die SpreewaldEnergy GmbH in Neu Zauche sowie den Bauhof der Stadt Lübben (Spreewald). Begleitet wurde die Veranstaltung von Vorträgen des Klimaschutzmanagers der Stadt Lübben, des Ministeriums für Wirtschaft und Energie sowie der EnviaM.

    Facettenreiches Lübben – Eine Wandeltour

    Die NAJU Brandenburg und der Klimaschutzmanager der Stadt Lübben riefen am 13.10.2019 zu einer Fahrradtour auf, um Initiativen und Projekte im Zeichen des Klimaschutzes und des sozial-ökologischen Wandels kennenzulernen. Ziel war es, unter dem Motto „facettenreiches Lübben“ die Kleinstadt mit ganz anderen Augen zu betrachten. Neben städtischen wurden auch eine Reihe kleiner, privater Projekte vorgestellt, die zum Wandel zu einem nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt anregen. Etwa 15 Lübbener Bürger und Bürgerinnen sind dem Aufruf gefolgt.

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    Ü2c

    Politischer Beschluss

     

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    n.n.

    Beschlussdauer (13 Jahre)

    Öffentlichkeitsarbeit

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    ca. 5.000€

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    n.n.

  • Kinder- und Jugendbildung zum Thema Klimaschutz

    Energiesparmodell fifty/fifty

    Energiesparprojekt Fifty-fifty

    Klimaschutz und eine schonender Umgang mit Ressourcen sind zentrale Aspekte einer nachhaltigen Gesellschaft. Bildungseinrichtungen von der Kita bis zur Oberschule nehmen dabei eine zentrale Rolle in der Bewusstseinsbildung nachfolgender Generationen ein. Es gilt Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene frühzeitig für diese Themenkomplexe zu begeistern und als Multiplikatoren zu gewinnen.

    Die Stadt Lübben führt daher an ihren Bildungseinrichtungen das Energiesparmodell fifty/fifty ein. Als Umweltbildungsprojekt steht die altersgerechte Wissensvermittlung insbesondere durch praktische Arbeiten im Vordergrund. In den Einrichtungen sollen Energiesparpotentiale ermittelt und gehoben werden. Die dabei erzielten Einsparungen werden zur Hälfte an die Einrichtungen gegeben und dienen der Erfüllung des pädagogischen Auftrags.

    Energiesparprojekt Fifty-fifty

    Im Frühjahr 2019 startete das Energiesparprojekt in den Städten Lübben (Spreewald) und Luckau. Dort sind ab dem Schuljahr 2019/20 fünf Schulen, ein Hort und elf Kitas in das Projekt eingebunden. Zusammen werden mit dem Projekt ca. 2.650 Kinder und Jugendliche in den Bildungseinrichtungen erreicht. In allen Einrichtungen wird versucht, mit Veränderungen im Nutzerverhalten sowie technischen und organisatorischen Anpassungen der Energieverbrauch zu senken. Wichtige Projektteile sind dabei die Bildung von „Energieteams“ die Durchführung von Energierundgängen, pädagogische Schulungen des Erziehungspersonals, technische Schulung der Hausarbeiter aber auch der wettbewerbliche Vergleich der Bildungseinrichtungen untereinander mit jährlicher Abschlussveranstaltung.

    Energiesparprojekt Fifty-fifty

    Das Projekt wird vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen UfU e.V. von 2019-2022 durchgeführt und unterstützt durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).


    Projektbausteine in Lübben - Berichte aus dem Stadtanzeiger:


    Energiesparprojekt Fifty-fifty


    Kennzahlen und Eckdaten

     

    Politischer Beschluss

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    Beschlussdauer (4 Jahre)

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

  • Mobilität und Verkehr

    Öffentliche Lade-Infrastruktur für Elektroautos

    Parkplatz Burglehn: 6 öffentliche, kostenlose Ladestationen für Elektroautos

    Klimaschutz Lübben

    Mit Eröffnung des Parkplatz Burglehn im August 2018 schuf die Stadt Lübben die ersten öffentlichen Ladestationen im Stadtgebiet. Mit dem Ziel, auch für Touristen mit E-Auto eine attraktive Destination zu sein, wurden auf dem innerstädtischen Parkplatz 12 Stellplätze mit Normalladeinfrastruktur (22kW Ladeleistung) versehen. Nutzer können bequem, barrierefrei und kostenlos Strom beziehen. Die Stadt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Elektromobilität und erschließt gleichzeitig eine neue touristische Zielgruppe.

    Die Rechnung geht auf! So wurden in 2019 Strom für etwa 12.000 km geladen. Die Standzeiten sind, aufgrund der zentralen Lage und fußläufigen Erreichbarkeit des touristischen Zentrums, kein Hemmnis.     

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    V1b/V1d/G1a

    Politischer Beschluss

    2017/028

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    1tCO2äq

    Lebensdauer (15 Jahre)

    15tCO2äq

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    75.000€

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    5.000€/tCO2äq

    Parkplatz Lindenstraße: Erste Schnellladesäule im Stadtgebiet

    Klimaschutz Lübben
    Bürgermeister Lars Kola, Marit Müller (EnviaM) und Dr. Matthias Städter vor Lübbens erster Schnellladesäule am Parkplatz Lindenstraße.

    Die EnviaM-Gruppe hat vor wenigen Tagen die erste öffentliche Schnellladesäule im Stadtgebiet Lübben am Parkplatz Lindenstraße in Betrieb genommen. An der Schnellladesäule benötigen Besitzer von Elektroautos etwa 30min. um ihr Fahrzeug wieder aufzuladen. Die Ladesäule verfügt über die drei gebräuchlichsten Anschlüsse, sodass sie für nahezu jedes Fahrzeug nutzbar ist.

    Private Initiativen zur Lade-Infrastruktur

    Neben den städtischen Aktivitäten fördern auch private Initiativen den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet. So sind beispielsweise am Kletterwald Lübben oder auf dem Hof der Spielhalle Lübben weitere Normalladesäulen entstanden.


    Klimaschutz Lübben

    E-Mobilität der Stadtverwaltung

    95% alle Fahrstrecken der Lübbener Stadtverwaltung liegen unter 200 km - das ist ideal für den Einsatz von Elektrofahrzeugen auf Batteriebasis. Aus Grundlage dieser Erkenntnis entschloss sich die Stadt im Jahr 2017 einen Hyundai Ioniq als reinen Stromer zu beschaffen, der seither durch die Verwaltung im Arbeitsalltag eingesetzt wird. Geladen wird der Ioniq an der Rathaus-eigenen Ladestation.

    E-Bike
    Bürgermeister Lars Kolan und Doreen Stahn von der SÜW bei der Übergabe eines E-Bikes für die Stadtverwaltung.
    Klimaschutz Lübben

    Auch der Baubetriebshof der Stadt Lübben setzt seit vielen Jahren auf die Vorteile und Zuverlässigkeit von E-Fahrzeugen. So sind derzeit drei Fahrzeuge, das erste bereits seit 2011, z.B. als Fahrzeug für die Papierkorbleerung im Einsatz.

    Die Verwaltung prüft bei Neubeschaffungen von Fahrzeugen immer die Einsetzbarkeit von Hybrid- oder Elektrovarianten. Auch bei Diensträdern setzt die Stadt Lübben auf Elektro. Gesponsert durch die SÜW (Stadt- und Überlandwerke Lübben) erfreuen sich die E-Bikes großer Beliebtheit.

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    V1c/K5a/K5b

    Politischer Beschluss

     

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    1,5tCO2äq

    Lebensdauer (6 Jahre)

    9tCO2äq

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    15.000€

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    1.650€/tCO2äq


    Mobilitätsachse Bahnhof - Innenstadt

    Die Stadt Lübben strebt, zur Förderung umweltfreundlicher, ressourcenschonender Mobilitätsformen, den barrierefreien und lückenlosen Ausbau von Fuß- und Radwegeverbindungen an. Mit der zentralen innerstädtischen Mobilitätsachse vom Bahnhof zum Zentrum sollen Fußgänger/innen und Radfahrer/innen, einschließlich mobilitätseingeschränkter Personen privilegiert werden. Derzeit laufen die Planungen, die Realisierung wird ab 2021 erfolgen.

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    V2b

    Politischer Beschluss

    2020/016

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    n.n.

    Lebensdauer (20 Jahre)

    n.n.

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    1.500.000€

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    n.n.

    Bürgerversammlung zum Thema Mobilitätsachse
    Bürgerversammlung zum Thema Mobilitätsachse


    Entwicklung des Bahnhofs Lübben zur Mobilitätsdrehscheibe

    Entwicklung des Bahnhofsumfeldes Lübben (Spreewald) – Visualisierung Personenunterführung und Fahrradabstellanlage
    Entwicklung des Bahnhofsumfeldes Lübben (Spreewald) – Visualisierung Personenunterführung und Fahrradabstellanlage

    Der Hauptbahnhof Lübben stellt einen bedeutenden Knoten- und Haltepunkt im ÖPNV (Bus- und Schnellbahnverkehr) dar und wird aktuell von etwa 2.900 Ein- und Auspendlern pro Werktag genutzt (Stand 2019), bis 2030 wird sich diese Zahl auf voraussichtlich 3.500 erhöhen. Daher strebt die Stadt Lübben (Spreewald) eine umfassende strategische, verkehrliche und städtebauliche Weiterentwicklung des Bahnhofumfeldes an. Zentrale Bestandteile sind die westseitige Erschließung des Bahnhofs über eine barrierefreie Personenunterführung sowie die Verbesserung der Parksituationen für Fahrräder (B+R, mit verschließbaren Fahrradboxen) und Personenkraftwagen (P+R, E-Mobilität).  

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    V3a/G1a

    Politischer Beschluss

    2017/064

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    n.n.

    Lebensdauer (50 Jahre)

    n.n.

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    7.000.000€

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    n.n.

  • Ausbau Erneuerbarer Energien – Energieerzeugung

    Photovoltaik auf kommunalen Gebäuden

    Spreewaldschule Lübben – PV-Anlage und Stromertrag im Tagesverlauf bei partieller Sonnenfinsternis
    Spreewaldschule Lübben – PV-Anlage und Stromertrag im Tagesverlauf bei partieller Sonnenfinsternis

    Photovoltaikanalgen auf privaten und kommunalen Dachfläche bergen ein bisher noch zu gering genutztes Potential für die Erzeugung Erneuerbarer Energie. Gleichzeitig schont ein innerstädtischer Ausbau wertvoll landwirtschaftliche Fläche im Außenbereich. Die Stadt Lübben prüft und realisiert im Zuge von Gebäudesanierungen stets Photovoltaikanlagen auf ihren Dachflächen und vermarktet diese als Ausbaupotentiale.

    So konnten beispielsweise auf der Spreewaldschule und der Turnhalle in der Gartengasse Anlagen mit einer Leistung von insgesamt .... kWp durch die Stadt- und Überlandwerke (SÜW) realisiert werden. Auch auf der Liuba Grundschule werden PV-Anlagen, neben Fassaden- und Dachbegrünungen, auf den beiden „Würfel-Anbauten“ in 2020/21 realisiert werden. In Planung befinden sich derzeit die Kita Sonnenkinder, welche in den kommenden Jahren gesamtsaniert wird, sowie die in Planung befindliche neue städtische Kita im Bebauungsplangebiet 4.1 (am roten Nil).

    Besondere Synergieeffekte bieten PV-Anlagen auf Gebäuden die ihren Wärmebedarf über elektrisch z.B. über Wärmepumpen decken. Hier kann ein besonders hoher Anteil des Strombedarfs lokal erzeugt und genutzt werden. Besonders in Kitas und Schulen, deren Nutzung tagsüber mit der Stromerzeugung gut korreliert, kann ein hoher Deckungsgrad zwischen Erzeugung und Nutzung erreicht werden. Ein Speichersystem (z.B. Batteriespeicher) kann den Deckungsgrad weiter erhöhen und wird derzeit für den Bildungscampus Friedrich-Ludwig-Jahn geprüft.

    Um die Kindern und Jugendlichen in den Bildungseinrichtungen der Thematik näher zu bringen wurde in der Spreewaldschule eine Anzeigentafel mit der aktuellen Stromerzeugung angebracht.

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    E2a

    Politischer Beschluss

     

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    n.n.

    Lebensdauer (20 Jahre)

    n.n.

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    Einzelmaßnahmen

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    n.n.


    Ausbau von Photovoltaikanlagen auf kommunalen Grundstücken

    Um einen wachsenden Energiebedarf von Industrie, Gewerbe und im privaten Bereich über einen möglichst hohen Anteil an Erneuerbaren Energien zu decken ist der großflächige Ausbau dieser auch im Außenbereich notwendig. Mit der derzeit laufenden Fortschreibung des Flächennutzungsplans möchte die Stadt Lübben ihre Potentialflächen definieren und entsprechende Flächen ausweisen. Im Sinne eines schonenden Umgangs mit Grund und Boden soll der Ausbau möglichst auf Konversionsflächen oder entlang bestehender Infrastruktur (Bahngleise) erfolgen.  

    Bisher realisiert wurde der Baubauungsplan „Solarkraftwerk Feldstraße“ entlang der Bahngleise Richtung Cottbus. In Realisierung bzw. Planung befinden sich eine Bürgerenergieanlage auf der Altablagerung „Deponie Langer Rücken, Lübben“, entlang der Bahngleise im Ortsteil Lubolz und im Bereich des Südbahnhofs, sowie auf der Deponie des KAEV in Ratsvorwerk. 

    Der im Klimaschutzkonzept vorgesehene Ausbau auf Gewerbeflächen wird seitens der Stadt Lübben aufgrund der hohen Nachfrage nicht weiterverfolgt.

    Bürgerenergieanlage auf der sanierten Altablagerung „Deponie Langer Rücken, Lübben“

    Sanierung der Altablagerung „Deponie Langer Rücken, Lübben“ mit Visualisierung Nachnutzung. (Quelle rechtes Teilbild https://pfaffenhofen-today.de/37851-solarpark.)
    Klimaschutz Lübben

    Die Stadt Lübben vollzieht die Sicherung und Rekultivierung der Altablagerung „Deponie Langer Rücken, Lübben“. Im Rahmen der Sanierung entsteht auf dem ca. 3ha großen Areal ein Erdbauwerk mit überwiegender Süd-West-Ausrichtung. Um die Konversionsfläche einer Nachnutzung zu zuführen soll nach Abschluss der Sanierung auf dem Areal eine Freiflächen-Photovoltaikanlage als Bürgerenergieanlage entstehen. Auf der übrigen Sanierungsfläche entstehen naturnahe Biotope und Blühwiesen.   

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    E2c

    Politischer Beschluss

    2016/051

    2018/069

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    n.n.

    Lebensdauer (20 Jahre)

    n.n.

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    2.500.000€

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    n.n.


    PV-Freiflächenanlage in Lubolz

    Die Firma Naturstrom AG beabsichtigt die Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung von 19MWp beidseitig entlang der westlich des Lübbener Ortsteils verlaufenden Bahntrasse (Cottbus-Berlin). Der Aufstellungsbeschluss (2019/065) für den notwendigen vorhabenbezogenen Bebauungsplan wurde bisher nicht durch die Stadtverordnetenversammlung getroffen. Das Verfahren ist derzeit ruhend.

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    E2c

    Politischer Beschluss

    2019/065

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    n.n.

    Lebensdauer (20 Jahre)

    n.n.

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    n.n.

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    n.n.


    Nutzung von Deponiegas

    Dass aus jahrzehntelang abgelagertem Abfall Gas gewonnen und in Energie umgewandelt werden kann, hat der Kommunale Abfallentsorgungsverband „Niederlausitz“ bereits auf der stillgelegten und rekultivierten Deponie in Görlitz (Vetschau/Spreewald) bewiesen. Mit einer ähnlichen Technologie wird künftig nun auch das aus dem Deponieabschnitt I der Deponie Lübben-Ratsvorwerk gewonnene Deponiegas mit einer kleinen Fackelanlage gewonnen und in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) in Strom umgewandelt. Vorgesehen ist, für mindestens 15 Jahre teuren Netzstrom vor allem in der KAEV-eigenen MBV-Anlage zu ersetzen und einzusparen. Die Planungen des Verbandes sehen vor, ca. 70.000 EUR pro Jahr bei einer geschätzten Stromerzeugung von 320.000kWh pro Jahr einzusparen.

    Für das Vorhaben hat der Abfallverband aus eigenen Mitteln ca. 805.000 EUR, die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung im Umfang von rund 645.000 EUR bereitgestellt. Das Projekt trägt wesentlich zur wirtschaftlichen und ökologischen Energieeinsparung und -rückgewinnung sowie zur CO2-Minderung bei. (Quelle: https://www.kaev.de/KAEV/Aufgaben/Aus-Abfall-wird-Energie/Aus-Abfall-wird-Energie.html)

    Die Firma Lambda Gesellschaft für Gastechnik mbH aus Herten hat die Fackelanlage sowie das Blockheizkraftwerk mit Gasspeicher errichtet. Die Inbetriebnahme der gesamten Anlage ist bereits erfolgt.

    KAEV – Deponie Ratsvorwerk; Gasspeicher (links) mit Fackelanlage (rechts) zur Verstromung von Deponiegas.
    KAEV – Deponie Ratsvorwerk; Gasspeicher (links) mit Fackelanlage (rechts) zur Verstromung von Deponiegas.

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    E1a/E6a

    Politischer Beschluss

     

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    150tCO2äq

    Lebensdauer (15 Jahre)

    2.250tCO2äq

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    1.450.000€

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    650€/tCO2äq

  • Kommunaler Gebäudebestand

    Kontinuierliche energetische Sanierung der kommunalen Gebäude

    Der Gebäudebestand der Stadt Lübben besteht aus mehr als 50 Einzelgebäuden unterschiedlichen Alters. Hier liegen, in der energetischen Gesamt- oder Teilsanierung, enorme Energieeinspar- und somit Klimaschutzpotentiale.  Mit dem Ziel eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestandes bis zum Jahr 2050 vollzieht die Stadt die kontinuierliche Sanierung ihrer Gebäude. Die Schwerpunkte liegen dabei in den Bereichen Energieeffizienz (Heizungsanlagen, LED-Beleuchtung), Senkung des Energiebedarfs (Dämmung) und Energieerzeugung (PV-Anlage) um einen möglichst hohen Energiedeckungsgrad durch erneuerbare Energien zu erreichen.

    Im Neubaubereich errichtet die Stadt Lübben bereits heute ausschließlich Gebäude, welche die Bundesziele für 2050 erreichen. Mit Blick auf die lange Lebensdauer eines Gebäudes von 60-100Jahren und den langwierigen Sanierungsturnus ist dies zwingend notwendig. 

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    K1a/K3e

    Politischer Beschluss

     

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    n.n.

    Beschlussdauer (25 Jahre)

    n.n.

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    Einzelmaßnahmen

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    n.n.


    Energieeffiziente Gebäudesanierung – Modellprojekt Kita Sonnenkinder

    Klimaschutz Lübben

    In der Integrationskindertagesstätte Kita Sonnenkinder werden etwa 110 Kinder betreut. Das 1964 als Betriebskindergarten des ehemaligen Trikotagenwerks errichtete Gebäude soll in den kommenden Jahren grundsaniert werden. Einen Schwerpunkt bildet dabei die energetische Sanierung (Austausch der Heizungsanlage, Dämmung von Dach und Fassade, PV-Anlage auf der Dachfläche). Für die Gesamtsanierung werden Mittel von ca. 1,5 Mio € aufgewendet.

    Eine besondere Herausforderung ist die Vereinbarkeit von Klimaschutz und Denkmalschutz.

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    K1b

    Politischer Beschluss

     

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    73tCO2äq

    Lebensdauer (50 Jahre)

    3.663tCO2äq

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    1.500.000€

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    410€/tCO2äq

     

    Selbstverpflichtung zu Passivhausstandard

    Der Ortsteil Treppendorf hat einen Ersatzneubau für die Kita „Waldhaus“ bekommen. Das haben die Stadtverordneten im Sommer 2015 beschlossen. Im Rahmen der Planungen wurden verschiedene Ausführungsvarianten, unter anderem auch als Passivhaus, untersucht und eine Lebenszykluskostenbetrachtung aufgestellt. Im Ergebnis der Variantendiskussion konnte sich die Stadtverordnetenversammlung, aufgrund der Mehrkosten von ca. 200.000€, nicht auf die Ausführung als Passivhaus einigen. Die beschlossene Ausführungsvariante setzt dennoch energetische Maßstäbe für die Stadt Lübben. So verfügt das Gebäude heute über einen erhöhten Dämmstandard aufgrund einer monolithischen Mauerwerks von 45cm, die Wärmeversorgung sichert eine monovalente Erdwärmepumpe in Kombination mit einer effizienten Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnen.  Gegenüber dem gesetzlichen Standard (Referenzgebäude) werden so bei überschaubaren Mehrinvestitionskosten von ca. 60.000€ erhebliche CO2-Einsparungen erzielt.  

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    K2a

    Politischer Beschluss

    2015/050

    2017/036

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    22tCO2äq

    Lebensdauer (80 Jahre)

    1.760tCO2äq

    Finanzielle Aufwendungen

    Mehrkosten

    57.000€

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    32€/tCO2äq

    Klimaschutz Lübben

     

    Modernisierung und Optimierung kommunaler Beleuchtung

    Historisch gewachsen ist eine Vielzahl verschiedener Beleuchtungstypen unterschiedlicher Effizienzklassen sowohl im Gebäudebestand als auch bei der Straßenbeleuchtung. Mit neuen Technologie wie LED können durch Austausch bestehender Beleuchtungen erhebliche Energieeinsparungen erzielt werden. In Kombination mit anstehenden Gebäude- und Straßensanierungen können Fördermittel effizient eingesetzt werden.

    Die Stadt hat sich als verwaltungsinternes Ziel gesetzt pro Jahr außerhalb laufender Sanierungen mindestens in einem Gebäude die Beleuchtungsanlagen zu erneuern. In diesem Jahr wird dies die Spreewaldschule sein. 

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    K3e/K3f

    Politischer Beschluss

     

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    n.n.

    Lebensdauer (20 Jahre)

    n.n.

    Finanzielle Aufwendungen

    Mehrkosten

    Ausschreibung

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    n.n.

  • Ökostrom in Lübben

    Als Betreiber der Straßenbeleuchtung, der kommunalen Gebäude und des Klärwerks ist die Stadt Lübben einer der größten Stromverbraucher im Gemeindegebiet. Mit einer jährlichen Bezugsmenge von ca. 3 Mio. kWh kann die Stadt durch den Bezug von reinem Ökostrom einen enormen Beitrag zum Ausbau der Erneuerbaren Energien und somit Klimaschutz leisten.

    Seit 2018 nutzt die Stadt ihre Marktposition und bezieht ausschließlich Ökostrom. Dies reduziert den CO2-Emissionen jährlich um ca. 1.500t.

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

    K4a

    Politischer Beschluss

    2016/084

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    1.500tCO2äq

    Beschlussdauer (20 Jahre)

    30.000tCO2äq

    Finanzielle Aufwendungen

    Mehrkosten

    Ausschreibung

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    n.n.

  • Klimafolgenanpassung

    Mit Blick auf die weltweiten und nationalen Klimaschutzbemühungen – Pariser Abkommen – ist erkennbar, dass trotz aller Anstrengungen zur CO2-Reduzierung deutliche klimatische Änderungen auf unsere Gesellschaft zukommen werden. Besonders in innerstädtischen, dichtbebauten Quartieren werden die unabwendbaren Folgen des bevorstehenden Klimawandels sichtbar werden. Diesen muss durch langfristige Strategien und Planungen bereits heute entgegengetreten werden, um die Belastungen der Bürger und Bürgerinnen möglichst gering zu halten.

    In einem ersten Schritt wird dazu ein, auf die Gebietskulisse des Stadtumbau III zugeschnittenes Konzept zur Klimafolgenanpassung erarbeitet. Mittelfristig werden die gewonnenen Erkenntnisse aus der Realisierung der Vorhaben im Quartier Lübben Nord bei der Fortschreibung des integrierten Klimaschutzkonzeptes auf den gesamtstädtischen Bereich übertragen.

    Die Kernmaßnahmen der Klimafolgenanpassung sind neben der Aufstellung eines eigenen Teilkonzeptes die Erstellung eines Grünflächenkatasters um eine mittelfristige Vernetzung bestehender und neuer Grünflächen zu erreichen, die Verwendung standortangepasster Baum- und Pflanzenarten, die Entwicklung multifunktionaler Retentionsflächen sowie die Schaffung von Grünraum an und auf Gebäuden. Darüber hinaus sollen bestehende Frischluftschneisen des Quartiers und Kleingartenanlagen erhalten und nicht durch Neubauten unterbrochen werden.

    Die Stadtumbaustrategie finden Sie unter der Rubrik Stadtentwicklung – Stadterneuerung.

    Kennzahlen und Eckdaten

    Maßnahme im Klimaschutzkonzept

     

    Politischer Beschluss

    2018/104

    Emissionseinsparungen

    pro Jahr

    n.n.

    Beschlussdauer (20 Jahre)

    n.n.

    Finanzielle Aufwendungen

    Gesamtkosten

    Einzelmaßnahmen

    Kosten pro eingesparte tCO2äq

    n.n.

Klimaschutz - persönlich

  • Energiespartipps für Ihren Haushalt

    Energie – ob in Form von Wärme oder Strom – ist aus unser aller Leben nichtmehr wegzudenken. Der Energieverbrauch in den eigenen vier Wänden steigt von Jahr zu Jahr, wie auch die dazugehörigen Energiepreise. Nicht umsonst werden diese als zweite Miete bezeichnet. Die angeführten Tipps ermöglichen es Ihnen, Ihre Kosten um bis zu 15% zu senken ohne auf gewohnten Komfort zu verzichten. Darüber hinaus leisten Sie damit Ihren persönlichen Beitrag für Klimaschutz und eine nachhaltige Gesellschaft.

    Effektiv heizen

    • Heizkörper nicht abdecken, durch Möbel verstellen oder durch Gardinen verdecken. So wird eine genügende Zirkulation gewährleistet.
    • Thermostat-Ventile richtig einstellen. Diese regeln den Heizkörper entsprechend der eingestellten Temperatur stets nach. Programmierbare Thermostate bieten außerdem die Möglichkeit, z.B. nachts die Temperatur abzusenken. Dies kann bis zu 10% Energie sparen.
    • Nachts Rollläden runter und Vorhänge zu. Die meiste Energie geht über Fenster verloren. Diese können mit Rollläden und Vorhängen isoliert werden. 20% Energieeinsparung sind möglich.
    • Verzicht auf Heizlüfter und Radiatoren. Diese sind besonders ineffizient und reine Stromschlucker.
    • Kontrollieren Sie die eigene Raumtemperatur. Das ist zu Beginn des Winters besonders lohnenswert. Diese sollte in Wohn- und Schlafzimmern bei 20°C, in Küche und Bad bei 17°C liegen. Jedes Grad weniger spart 6% Ihrer Heizkosten ein.
    • Niedrige Temperaturen. Bei normaler Verschmutzung reicht das 40°C-Waschprogramm. Es verbraucht 50% weniger Energie als eine Wäsche bei 60°C. Die Waschmaschine sollte stets voll beladen sein.
    • Wäsche auf die Leine. Ein Trockner sollte nur im Ausnahmefall genutzt werden. Trocknen auf der Leine kostet nichts. Stellen Sie aber die Belüftung sicher.

    Öfter lüften

    • Stoßlüften statt anklappen. Das Fenster täglich mindestens 3-mal für je 10 Minuten weit öffnen. Die Heizung währenddessen abdrehen. Dies verhindert zudem Schimmelbildung.

    Lichtquellen

    • Tageslicht. Machen Sie Ihre Fenster frei und schalten Sie nicht benötigte Lampen ab.
    • Umstellen auf Leuchtdioden (LED). Der Verbrauch sinkt um bis zu 98% gegenüber Glühlampen. Die einmaligen Anschaffungskosten sind in kurzer Zeit eingespart.

    Versteckte Stromfresser

    • Vermeiden Sie Stand-by-Verluste. Viele Geräte wie Fernseher, PC, Hi-Fi-Anlagen und Kaffeemaschinen verbrauchen, wenn nicht in Betrieb, weiterhin bis zu 70% ihres Strombedarfs. Erkennbar an warmen Netzteilen oder dem leuchtenden roten Punkt. Für einen großen Flachbildfernseher kann sich dieser Stromverbrauch leicht auf Kosten von 100€ pro Jahr summieren.
    • Ausschaltbare Steckerleisten nutzen. Sie ermöglichen die vollständige Trennung des Elektrogerätes vom Stromkreis. Strom wird gespart und auch das lästige Summen der Geräte wird vermieden.
    • Beherzigen Sie diese Tipps auch außerhalb Ihrer Wohnung z.B. auf der Arbeit oder bei Ihren Freunden. Klären Sie auf!
    • Kaufen Sie Geräte, die Ihren Bedürfnissen entsprechen. Achten Sie auf deren Effizienzklasse (A+).

    Am Küchenherd

    • Ebene Töpfe und Pfannen verwenden. Der Topf sollte nicht kleiner als die Heizstelle sein. Dampfkochtöpfe sparen etwa die Hälfte der Energie.
    • Deckel drauf. Mit geschlossenem Deckel verbrauchen Sie 30% weniger Energie.
    • Nicht mehr Wasser als notwendig erhitzen. Bevorzugt den Wasserkocher nutzen.

    Im Kühlschrank

    • Keine warmen Speisen in den Kühlschrank stellen. Lassen Sie Speisen vorher abkühlen. Achten Sie darauf, die Türen möglichst kurz zu öffnen, und stellen Sie Ihren Kühlschrank nicht direkt neben eine Wärmequelle (Heizung/Herd).
    • Regelmäßig abtauen. Geräte verbrauchen dann viel weniger Strom. Nach dem Abtauen gut putzen, sonst besteht Schimmelgefahr.

    Beim Wäschewaschen

    • Niedrige Temperaturen. Bei normaler Verschmutzung reicht das 40°C-Waschprogramm. Es verbraucht 50% weniger Energie als eine Wäsche bei 60°C. Die Waschmaschine sollte stets voll beladen sein.
    • Wäsche auf die Leine. Ein Trockner sollte nur im Ausnahmefall genutzt werden. Trocknen auf der Leine kostet nichts. Stellen Sie aber die Belüftung sicher.
  • Berechnen Sie Ihren persönlichen CO2-Ausstoß

    Sie wollen Ihren persönlichen CO2-Ausstoß abschätzen und wissen, wie Sie im Vergleich zum deutschen Durchschnitt dastehen? Sie wollen sich selbst ein Szenario entwickeln, indem Sie Schritt für Schritt klimaneutral werden? Das Umweltbundesamt gibt Ihnen mit dem CO2-Rechner die Möglichkeit, mit wenigen Klicks Einblick in Ihre persönliche CO2-Bilanz zu erhalten.

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