Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota) hat am 28. Mai 2026 die 1. Nachtragshaushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2026 beschlossen. Damit reagiert die Stadt auf deutlich veränderte finanzielle Rahmenbedingungen und sichert für das Jahr 2026 ihre Handlungsfähigkeit. Der Nachtrag wurde notwendig, weil rund 1,9 Millionen Euro weniger Einnahmen zur Verfügung stehen als geplant – verursacht durch geringere Schlüsselzuweisungen, sinkende Gewerbesteuern sowie rückläufige Gebühren- und Kostenerstattungen. Gleichzeitig steigen Ausgaben für Kreisumlage, Energie, Personal und Sachkosten weiter an.
Bereits 2025 hatte sich die angespannte Lage abgezeichnet. Haushaltssperren und interne Einsparungen halfen, die Zahlungsfähigkeit zu sichern. Dennoch machten die Vielzahl an Anpassungen nun einen Nachtragshaushalt erforderlich, um die tatsächliche Finanzlage transparent darzustellen und den gesetzlich vorgeschriebenen Haushaltsausgleich zu erreichen.
In den vergangenen Monaten wurden umfangreiche Einsparungen umgesetzt: Die teilweise Kündigung externer Reinigungs- und Dienstleistungen, zusätzliche Aufgabenübernahmen durch den Baubetriebshof, Einsparungen bei der Straßenunterhaltung sowie die Nutzung freiwilliger Personalabgänge reduzierten Kosten spürbar. Auch im Kitabereich waren u. a. aufgrund sinkender Kinderzahlen strukturelle Anpassungen nötig.
WIE GEHT ES WEITER?
Die Stadtverwaltung erarbeitet derzeit ein Haushaltssicherungskonzept als "Fahrplan für stabile Finanzen". Geprüft werden Einsparpotenziale, Einnahmeverbesserungen, organisatorische Anpassungen und eine klare Priorisierung kommunaler Aufgaben, um die finanzielle Handlungsfähigkeit zu sichern. Dieses wird gemeinsam mit der Stadtverordnetenversammlung konsolidiert und schließlich zur Beschlussfassung vorgelegt.





