
Vom 14. bis 20. September 2026 findet die deutschlandweite „Woche der Klimaanpassung“ im UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald statt. Kommunen und Akteure der Region laden zu Stadt- und Klimaspaziergängen, Baumpflanzaktionen, Workshops, Schulprojekttagen und einer Honigverkostung ein. Bürger*innen und Gäste sind eingeladen, sich an den vielfältigen Angeboten zu beteiligen. Ziel der Aktionswoche ist es, gemeinsam auf die Herausforderungen des Klimawandels aufmerksam zu machen, konkrete Möglichkeiten der Klimaanpassung aufzuzeigen und den gemeindeübergreifenden Austausch zu stärken.
Vom 14. bis 20. September findet deutschlandweit die „Woche der Klimaanpassung“ statt. Die Aktionswoche wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) organisiert und vom Zentrum KlimaAnpassung durchgeführt. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit für das Thema Klimaanpassung zu erhöhen und sichtbar zu machen, welche Maßnahmen Städte, Gemeinden und engagierte Akteure bereits umsetzen und welche Möglichkeiten bestehen, um mit den Folgen des Klimawandels umzugehen.
Auch der Spreewald beteiligt sich 2026 erneut an der Aktionswoche. Kommunen und Akteure der Region laden Bürger*innen und Gäste zu einem abwechslungsreichen Programm ein. Die Veranstaltungen informieren darüber, wie sich der Klimawandel auf den Spreewald auswirkt, welche Möglichkeiten der Klimaanpassung bestehen und welchen Beitrag jede und jeder Einzelne leisten kann. Im Mittelpunkt steht der gemeinsame Erfahrungsaustausch. Die verschiedenen Veranstaltungen zeigen konkrete und praxisnahe Ansätze – von angepasster Wiesenpflege und Baumpflanzungen über klimaangepasstes Gärtnern bis hin zu Projekten für Schulen und Kommunen. Fragen, Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung sind dabei ausdrücklich willkommen.
WARUM IST DAS WICHTIG?
Das Jahr 2026 hat erneut gezeigt, wie deutlich sich die Folgen des Klimawandels bemerkbar machen: Auf fehlenden Regen im Frühjahr folgten Hitzerekorde im Juni und anschließend Starkregenereignisse. Saat auf Feldern ging nicht auf, Straßen wurden durch Hitze beschädigt und nach Gewittern entwurzelten Bäume. Brandenburg gehört zu den Regionen Deutschlands, die zunehmend von Trockenheit und Hitze betroffen sind. Prognosen gehen davon aus, dass sich diese Entwicklungen weiter verstärken können. Längere und intensivere Trockenperioden, sinkende Grundwasserspiegel und eine steigende Waldbrandgefahr gehören ebenso zu den erwarteten Folgen wie häufigere Starkregenereignisse und Stürme. Klimaanpassung gewinnt damit auch auf kommunaler und regionaler Ebene zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um Schäden zu vermeiden, natürliche Ressourcen zu schützen und Städte und Gemeinden widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.
WAS KÖNNEN WIR TUN?
Viele Kommunen stellen sich bereits heute den Herausforderungen des Klimawandels. Gefragt sind langfristige und nachhaltige Investitionen, die dazu beitragen, mit zunehmenden Hitze-, Trockenheits- und Starkregenereignissen umzugehen und die Zukunftsfähigkeit der Region zu sichern. Mögliche Maßnahmen reichen von einem effizienteren Wassermanagement über den Schutz von Mooren und die Schaffung zusätzlicher Grünflächen bis hin zur Pflanzung von Bäumen. Auch im privaten Umfeld bestehen zahlreiche Möglichkeiten, sich an veränderte Klimabedingungen anzupassen – beispielsweise durch eine naturnahe Gartengestaltung, Begrünung und Verschattung von Gebäuden oder einen bewussten Umgang mit Wasser.
SEIEN SIE DABEI!
Die „Woche der Klimaanpassung“ bietet Gelegenheit, sich über regionale Herausforderungen und konkrete Lösungsansätze zu informieren, eigene Erfahrungen einzubringen und Klimaanpassung praktisch zu erleben.
VERANSTALTUNGS- & AKTIONSANGEBOTE
Die Teilnahme an den Angeboten ist kostenfrei.
Mo. 14.09. | 10:00 | Lübben | Spreewandel 2026: Eröffnung der Woche der Klimaanpassung & Heuschoberbau
Mit dem Bau eines Heuschobers wird die Woche der Klimaanpassung im Rahmen von „Spreewandel 2026“ eröffnet. Gemeinsam mit Schüler*innen der Liuba-Grundschule entsteht ein Heuschober – vorbehaltlich der endgültigen Bestätigung. Er steht symbolisch für eine angepasste Wiesenpflege, den Wasserrückhalt im Boden, eine verbesserte Wasserinfiltration und die Verbesserung des Mikroklimas.
Bei der Eröffnung wird das Programm der „Spreewandel 2026“-Woche vorgestellt. Die zahlreichen praxisnahen Maßnahmen zeigen Möglichkeiten der Klimaanpassung und geben Anregungen für eine Umsetzung im eigenen Umfeld, beispielsweise im Garten. Die Veranstaltung bietet Gelegenheit, sich am Heuschoberbau zu beteiligen und sich über die Bedeutung einer angepassten Wiesenpflege für die Klimaanpassung im Spreewald auszutauschen. Unterstützt wird der Heuschober durch die Naturwacht Spreewald über den Naturschutzfonds Brandenburg.
- Anmeldung: nicht erforderlich
- Adresse: Berliner Chaussee [Kreisverkehr Lidl]
- Partner: UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald, Stadt Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota), Bürgerstiftung Kulturlandschaft Spreewald, Naturwacht Spreewald durch den Naturschutzfond, Liuba-Grundschule
Mo. 14.09. | 16:00 | Calau | Abendspaziergang im Gutspark Saßleben: Klimaanpassung und Artenvielfalt im Gartendenkmal
Anlässlich der bundesweiten „Woche der Klimaanpassung“ lädt der NABU Regionalverband Calau und die Stadt Calau am 14. September um 16:00 Uhr zu einer rund zweistündigen Führung durch den Gutspark Saßleben ein. Im Mittelpunkt stehen die Themen Artenvielfalt und Klimawandel. Da der Park zugleich ein bedeutendes Gartendenkmal ist, stehen auch Vertreter*innen der Denkmalschutzbehörden für Fragen zum Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Klimaanpassung und Denkmalpflege zur Verfügung.
- Anmeldung: optional unter klimaschutz@calau.de
- Adresse: Saßlebener Dorfstraße 9, 03205 Calau
- Partner: NABU Regionalverband Calau, Stadt Calau
Di. 15.09. | 11:00 | Lübben | Anlegen einer Blühwiese vor der UNESCO-Spreewaldschule Lübben
Die Stadt Lübben legt gemeinsam mit dem UNESCO-Biosphärenreservat eine Blühwiese vor der UNESCO-Spreewaldschule an. Die bestehende Fläche ist sehr arten- und strukturarm und leidet unter den heißen Sommertagen. Mit dem Anlegen der Blühwiese wird die Artenvielfalt erhöht, die Wasserinfiltration verbessert und der Boden erhält mehr Profil. Pflanzen und Saatgut werden u.a. über das Projekt „Artenvielfalt im eigenen Garten“ des UNESCO-Biosphärenresernvat Spreewald bereitgestellt. Auch Schüler*innen der UNESCO-Spreewaldschule packen tatkräftig mit an. Kommen auch Sie gern vorbei, für ein Gespräch oder zur tatkräftigen Unterstützung.
- Anmeldung: nicht erforderlich
- Partner: UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald, Stadt Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota) — Baubetriebshof, Bürgerstiftung Kulturlandschaft Spreewald, UNESCO-Spreewaldschule Lübben
Do. 17.09. | 10:00 | Lübbenau | Gemeinsame Baumpflanzaktion: Streuobstwiese im Spreewald – Bäume pflanzen, Klima schützen
Kleingärten sind mehr als private Orte für den Anbau von Gemüse und Obst. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung, speichern Regenwasser, reduzieren Hitzeinseln, fördern die Artenvielfalt und verbessern das Mikroklima.
Obstbäume sind dabei wichtige Elemente einer klimaangepassten Stadt- und Landschaftsgestaltung. Sie spenden Schatten, kühlen durch Verdunstung die Umgebung und bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Eine hohe Biodiversität trägt wesentlich zur Anpassungsfähigkeit von Ökosystemen an die Folgen des Klimawandels bei.
Das UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald und die Bürgerstiftung Kulturlandschaft Spreewald legen gemeinsam mit dem Kleingartenverein „Am Feierabendheim e. V.“ eine Streuobstwiese an. Bürger*innen sind eingeladen, die Pflanzaktion tatkräftig zu unterstützen und sich über alte Obstsorten, Baumgesundheit und die Bedeutung von Bäumen für die Klimaanpassung auszutauschen. Das Anlegen der Streuobstwiese wird finanziell durch die Sparkasse Niederlausitz unterstützt.
- Anmeldung: optional unter heike.volkmer@lfu.brandenburg.de
- Adresse: Werner-Seelenbinder-Straße, 03222 Lübbenau
- Partner: Bürgerstiftung Kulturlandschaft Spreewald, Kleingartenverein „Am Feierabendheim e. V.“
- Sponsor: Sparkasse Niederlausitz
Do. 17.09. & Fr. 18.09. | 15:00 — 18:00 | Luckau | Platzlabor: Luckau gestaltet Orte der Zukunft
Im Rahmen des Projekts „Zukunftsfit Luckau“ wird gemeinsam mit Mitarbeitenden der Stadtverwaltung ein Ort in Luckau oder einem Ortsteil ausgewählt, an dem eine Veränderung im Sinne der Klimaanpassung angestoßen werden soll. Anschließend wird die entwickelte Idee innerhalb von acht Wochen als Prototyp umgesetzt.
Ein mobiles Platzlabor bildet dabei den Mittelpunkt des Projekts. Interessierte können sich treffen, Ideen entwickeln, ausprobieren und gemeinsam an der Umsetzung arbeiten. Beteiligung ist in unterschiedlichen Formen möglich – von Ideen, Organisation und Planung über handwerkliche Unterstützung und Materialien bis hin zu Kontakten oder Verpflegung für die Helfenden. So entsteht innerhalb von acht Wochen ein neuer Ort für alle – gemeinsam gestaltet und mit Blick auf die Herausforderungen des Klimawandels.
Die Veranstaltung umfasst zwei Termine: Am ersten Tag werden Ideen entwickelt und der Projektstandort gemeinsam ausgewählt. Am zweiten Tag geht es vor Ort um die konkrete Planung und Umsetzung. Um Anmeldung wird gebeten.
- Anmeldung: bis 11.09. an Tom.Wallus@luckau.de
- Adresse: Am Markt 34, 15926 Luckau
- Partner: Stadt Luckau
Fr. 18.09. | 10:00 — 11:30 | Lübbenau | Von Blüte bis Honig: Klimaangepasste Bienenhaltung im Spreewald und Honigverkostung
Wie kann klimaangepasste Bienenhaltung im Spreewald funktionieren? Dieser Frage widmet sich das Projekt „Klima:Biene“. Untersucht wird, wie sich die Folgen des Klimawandels auf die Bienenhaltung auswirken und welche Anpassungsstrategien möglich sind. Bei einem kurzen Rundgang im Haus für Mensch und Natur werden die Auswirkungen des Klimawandels im Spreewald, die Folgen für die Bienenhaltung und aktuelle Erkenntnisse aus dem Projekt „Klima:Biene“ vorgestellt. Eine Honigverkostung und praktische Hinweise für den nächsten Honigkauf runden die Veranstaltung ab. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten.
- Anmeldung: bis 15.09. an heike.volkmer@lfu.brandenburg.de
- Adresse: Haus für Mensch und Natur; Schulstraße 9, 03222 Lübbenau
- Partner: UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald
Sa. 19.09. | 16:00 — 19:00 | Lübbenau | Gemeinschaftsgarten der LÜBBENAUBRÜCKE: Klimafit im eigenen Garten
Das Gartenteam lädt in den Gemeinschaftsgarten der LÜBBENAUBRÜCKE ein. Bei einem Rundgang durch den Garten besteht Gelegenheit, sich über geeignete Sorten, Techniken, Erfahrungen und Ideen für klimaangepasstes Gärtnern auszutauschen.
Der Austausch richtet sich sowohl an Menschen ohne Vorkenntnisse als auch an erfahrene Hobbygärtner*innen. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Möglichkeiten, einen Garten an zunehmende Hitze, Trockenheit und veränderte Wetterbedingungen anzupassen. Außerdem wird die neue Gartentür an der Robert-Koch-Straße eingeweiht. Der zusätzliche Zugang verbessert die Erreichbarkeit des Gemeinschaftsgartens für Nachbar*innen und weitere Interessierte. Der neue Zugang und weitere Projekte im Gemeinschaftsgarten wurden durch das Kleinförderprogramm „Aktion Gesunde Umwelt“ des Ministeriums für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg finanziert.
- Anmeldung: nicht erforderlich
- Adresse: LÜBBENAUBRÜCKE, Güterbahnhofstraße 57, 03222 Lübbenau
- Partner: LÜBBENAUBRÜCKE und das Gartenteam des Gemeinschaftsgartens
So. 20.09. | 10:00 — 12:30 | Alt-Zauche | Klimafit Gärtnern: Wilde Hecken & Ecken
Hecken leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung: Sie spenden Schatten, bremsen Wind, halten Feuchtigkeit im Boden und schaffen wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Der Workshop vermittelt praxisnah, wie artenreiche Naturhecken zur Anpassung an Hitze, Trockenheit und Extremwetter beitragen und gleichzeitig den eigenen Garten bereichern können. Im Mittelpunkt stehen heimische Gehölze, Wildobst und „wilde Ecken“ sowie konkrete Tipps zur Planung, Pflanzenauswahl und Pflege. Das Angebot richtet sich an alle, die ihren Garten zukunftsfähig, naturnah und vielfältig gestalten möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten.
Ein Shuttleservice kann auf Anfrage bereitgestellt werden: 09:30 Uhr – Bahnhof Lübben nach Alt-Zauche / 13:00 Uhr – Alt-Zauche nach Lübben.- Anmeldung: bis 16.09. unter ackertante.de
- Adresse: Alt Zaucher Dorfstraße 18, 15913 Alt Zauche-Wußwerk
- Partner: Julia Reinert – Ackertante





