Ein Wochenende im Zeichen der Freundschaft, des Austauschs und der gemeinsamen Geschichte: Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Neunkirchen (Saar) und Lübben (Spreewald)/Lubin (Błota) kamen am 23. und 24. Oktober Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Bürgerschaft in Lübben zusammen. Gemeinsam mit einer Delegation aus Neunkirchen und Gästen aus der gemeinsamen polnischen Partnerstadt Wolsztyn wurde das Jubiläum mit einem abwechslungsreichen Programm gefeiert. Höhepunkt war die Eröffnung der Sonderausstellung „Freundschaft. 40 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Lübben und Neunkirchen“ im Museum Schloss Lübben.
Den Auftakt bildete am Freitag die Anreise der Neunkirchener Delegation. Nach einem gemeinsamen Abendessen im Hotel Spreeblick bot ein Rundgang zu den Erinnerungsorten der Städtepartnerschaft Gelegenheit, auf die gemeinsame Geschichte zurückzublicken. Begleitet wurde der Rundgang von Karin Roscheck, die die Entwicklung der partnerschaftlichen Beziehungen und besondere Stationen der vergangenen vier Jahrzehnte in Erinnerung rief.
Am Samstag stand zunächst ein gemeinsamer Ausflug ins Spreewelten Bad Lübbenau zu Lübbens Patenpinguinin Greta auf dem Programm. Dort begrüßte Bürgermeister Helmut Wenzel die Gäste. Anschließend kehrte die Delegation nach Lübben zurück, wo ein gemeinsames Mittagessen am Marktplatz den Übergang zum Festakt im Museum Schloss Lübben bildete.
AUSSTELLUNG WÜRDIGT FREUNDSCHAFT
Mit der Eröffnung der Sonderausstellung „Freundschaft. 40 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Lübben und Neunkirchen“ im Wappensaal des Schlosses wurde das Jubiläumswochenende am Samstag fortgesetzt. Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung der Städtepartnerschaft nach und macht die persönlichen Begegnungen, gemeinsamen Projekte und besonderen Ereignisse der vergangenen 40 Jahre sichtbar.
Bürgermeister Jens Richter begrüßte die Gäste und würdigte die gewachsene Verbindung zwischen den Partnerstädten. Grußworte sprachen Oberbürgermeister Jörg Aumann aus Neunkirchen, Bürgermeister Dominik Tomiak aus Wolsztyn sowie Heike Zettwitz, 1. Beigeordnete und Dezernentin für Wirtschaft, Bauen und Umwelt, in Vertretung des Landrates. Musikalische Beiträge aus Wolsztyn und vom Männergesangsverein Lübben begleiteten den Festakt. Eine Projektvorstellung und ein Quiz vermittelten zusätzliche Einblicke in die Geschichte der Städtepartnerschaften. In einer Gesprächsrunde tauschten sich langjährig Engagierte und Gäste aus den Delegationen über ihre Erfahrungen, Erinnerungen und Perspektiven aus. Dabei wurde deutlich, dass die Städtepartnerschaften vor allem durch die Menschen leben, die sie über viele Jahre hinweg mit persönlichem Engagement gestalten.
Zur Ausstellung erscheint zudem das Buch "Das Loch in der Mauer - 40 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Lübben und Neunkirchen" von Uwe Rada, welches die gemeinsame Geschichte dokumentiert. Die Publikation wurde durch die Unterstützung des Fördervereins des Museums, der Stadt Lübben, des Landkreises Dahme-Spreewald sowie der Stiftung Dahme-Spreewald der Mittelbrandenburgischen Sparkasse ermöglicht.
Die Ausstellung ist bis zum 13. Februar 2027 im Museum Schloss Lübben zu sehen. Auch in Neunkirchen wird die Ausstellung präsentiert. Dort ist die Eröffnung für den 22. November 2026 im Rathaus vorgesehen.
EINE ROSE ALS ZEICHEN DER VERBUNDENHEIT

Ein besonderer Moment des Jubiläumswochenendes war die gemeinsame Pflanzung einer Strauchrose der Sorte „Eden Rose 85“ auf der Roseninsel der Schlossinsel. Bürgermeister Jens Richter, Oberbürgermeister Jörg Aumann aus Neunkirchen und Bürgermeister Dominik Tomiak aus Wolsztyn setzten damit ein sichtbares Zeichen für die gewachsene Freundschaft zwischen den drei Partnerstädten.
Die Rosenpflanzung knüpft an eine bereits bestehende Tradition an: Schon 2009 wurde im Rahmen einer Begegnung eine „Rose ohne Grenzen“ gepflanzt. Damals setzten die damaligen Bürgermeister Lothar Bretterbauer aus Lübben, Friedrich Decker aus Neunkirchen und Andrzej Rogozinski aus Wolsztyn gemeinsam ein Zeichen der Verbundenheit. 17 Jahre später wird diese Idee mit den heutigen Amtsinhabern fortgeführt. Die Rose „Eden Rose 85“ steht symbolisch für Beständigkeit und gemeinsames Wachstum. Was vor vier Jahrzehnten mit der Städtepartnerschaft zwischen Lübben und Neunkirchen begann, hat sich zu einem partnerschaftlichen Dreieck entwickelt, das durch persönliche Begegnungen, gegenseitige Besuche und gemeinsame Projekte lebendig gehalten wird.
„Städtepartnerschaften leben nicht von Verträgen, sondern von den Menschen, die sie mit Leben füllen. Die Rose erinnert uns daran, dass aus einer Partnerschaft über Jahrzehnte eine echte Freundschaft wachsen kann. Dass wir heute gemeinsam mit Neunkirchen und Wolsztyn diese Rose pflanzen, ist deshalb ein besonders schönes Zeichen unseres Jubiläums“, sagt Bürgermeister Jens Richter.
40 JAHRE, DREI STÄDTE, EINE GEWACHSENE FREUNDSCHAFT
Die Städtepartnerschaft zwischen Lübben und Neunkirchen wurde im November 1986 im Wappensaal des Lübbener Schlosses unterzeichnet. Sie war die zweite innerdeutsche Städtepartnerschaft Lübbens. Im September 1993 wurde die Partnerschaft zwischen Lübben und Wolsztyn vertraglich besiegelt. Im Oktober 2010 folgte die Städtepartnerschaft zwischen Wolsztyn und Neunkirchen. Damit entstand ein partnerschaftliches Netzwerk, das heute drei Städte in Deutschland und Polen miteinander verbindet.
Das Jubiläum bietet Gelegenheit, auf die gemeinsame Geschichte zurückzublicken und zugleich die Beziehungen der drei Partnerstädte weiter zu stärken. Der Gegenbesuch in Neunkirchen ist bereits geplant: Vom 20. bis 22. November 2026 werden Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und vom Städtepartnerschaftsverein nach Neunkirchen reisen, um den Austausch fortzusetzen.

































