JANUAR — MÄRZ
ALT WIE EIN BAUM – SONDERAUSSTELLUNG IN DER LIUBA-GRUNDSCHULE
In einer Sonderausstellung in der Liuba-Grundschule kamen die Jüngsten unserer Gesellschaft und die Ältesten unserer Umgebung – Kinder und Bäume – zusammen. Im Rahmen des Projekts „Alt wie ein Baum…“, das von August bis Dezember stattfand und am letzten Schultag vor den Winterferien im Januar präsentiert wurde, setzten sich Schüler der 5. Klassen intensiv mit dem Thema Baum auseinander. In Mal- und Zeichenworkshops mit den Künstlern Sabine Fiedler und Stefan Bleyl sowie in einer Schreibwerkstatt mit dem Lübbener Kinderbuchautor Harald Linstädt näherten sich die Kinder den Themen Baum, Natur und Naturschutz. Wie sensibel sie diese Inhalte wahrnahmen, machte Schulleiterin Anke Lippold in ihrer Rede deutlich. Sie erinnerte an die Reaktionen der Kinder auf die Fällung eines Baumes vor der Schule, der dem neuen Anbau weichen musste. „Die Kinder waren sehr traurig“, berichtete sie und erklärte zugleich, dass für gefällte Bäume neue gepflanzt werden müssten.
SPREELAGUNE BLIEB WEITERHIN GESCHLOSSEN
Die Lübbener Naturbadestelle SpreeLagune wurde auch im Jahr 2020 nicht zum Baden freigegeben. Dies teilte der Landkreis Dahme-Spreewald als zuständige Prüfbehörde Bürgermeister Lars Kolan mit. Hintergrund waren auffällige mikrobiologische Einzelwerte für das Bakterium Escherichia coli (E.coli).
Nachdem bereits im Jahr 2014 ein Wert von 4044 KBE/100 ml gemessen worden war, kam es im Jahr 2019 erneut zu einem Ausreißer: An einem Tag lag der Wert bei 34.000 KBE/100 ml, zwei Tage später jedoch wieder im Normalbereich bei 212 KBE/100 ml. Spezielle Untersuchungen ergaben Hinweise darauf, dass Wiederkäuer als Ursache infrage kommen könnten. Diesem Verdacht wurde weiter nachgegangen.
GROSSER WEIßER HASE ALS WEGWEISER ZUR PANORAMA-AUSSTELLUNG

Im Februar war eine etwa zwei Meter hoher weißer Hase aus Beton war auf dem Lübbener Marktplatz zu sehen. Die Skulptur war Teil der Gemeinschaftsausstellung „Panorama“, an der sich 37 Künstlerinnen und Künstler aus dem Landkreis Dahme-Spreewald beteiligten. Die Ausstellung wurde in der Lübbener Rathausgalerie sowie in der Horizontalen Galerie im Landratsamt gezeigt. Der Hase wies symbolisch den Weg zwischen beiden Ausstellungsorten. Geschaffen worden war die Skulptur vom Töpchiner Bildhauer Harald Müller, der sich dabei vom berühmten Hasen Albrecht Dürers inspirieren ließ. Der „Große Weiße Hase“ war speziell für den städtischen Raum konzipiert und war in der Vergangenheit unter anderem im Jahr 2000 bei der Berliner Aktion „Kunstkreuz“ auf der Frankfurter Allee zu sehen gewesen. Die von der Stadtverwaltung initiierte und vom Landkreis geförderte Ausstellung zeigte Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Skulptur und Fotografie. Ergänzend wurden Arbeitsblätter für Kinder und Schüler entwickelt. Zur Finissage am 29. April fand ein Künstlercafé statt.

GEMEINSCHAFTSSCHAU „PANORAMA“ ZEIGT KÜNSTLERISCHE VIELFALT
Kunst für die Augen, für die Ohren, für den Gaumen, fürs Gemüt und für den Geist bot Mitte Februar die Eröffnung der Gemeinschaftsausstellung „Panorama“ mit 37 Künstlerinnen und Künstlern aus dem Landkreis Dahme-Spreewald. Zahlreiche Kunstschaffende mit ihren Familien und Freunden sowie weitere Interessierte kamen zunächst im Landratsamt in der Reutergasse und anschließend in der Lübbener Rathausgalerie zusammen, um die künstlerische Vielfalt zu erleben. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Schülerinnen des Cottbuser Konservatoriums Franca Schötz und Selma Wandke an den Konzertgitarren sowie Larissa Klaus an der Harfe. Der Abend glich einem großen Familientreffen der regionalen Kunstszene, bei dem sich Generationen begegneten.
ERSTER LÜBBENER WANDERFRÜHLING
Mit dem 1. Lübbener Wanderfrühling wurde 2020 erstmals ein vielseitiges Wanderangebot unterbreitet. Insgesamt acht geführte Themenwanderungen luden dazu ein, die Natur- und Kulturlandschaft des Spreewaldes kennenzulernen. Begleitet von fachkundigen Wanderführern entdeckten die Teilnehmer die Tier- und Pflanzenwelt, regionale Besonderheiten sowie historische Orte. Zum Angebot gehörten unter anderem Naturerkundungstouren, eine Entspannungswanderung, eine Tour auf dem Paul-Gerhardt-Weg, Spaziergänge entlang von Schleusen und Wehranlagen sowie eine Wanderung mit Hund. Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlen war eine Anmeldung erforderlich.
APRIL — JUNI
HISTORISCHER GIEBEL AN DER BREITEN STRASSE

Der Giebel des Wohnhauses an der Ecke Sternstraße / Breite Straße wurde in der Woche nach Ostern künstlerisch gestaltet. Die Idee war in einer Projektgruppe der Sachgebiete Stadtplanung und Kultur sowie der TKS Lübben (Spreewald) GmbH entstanden. Nach der Sanierung der Breiten Straße und der Sternstraße sollte die bislang kahle Hauswand an die Geschichte des Ortes erinnern. Gewählt wurde eine historische Ansicht des ehemaligen Hotels „Goldener Stern“, ergänzt durch ein Zitat Theodor Fontanes aus seinem Besuch in Lübben am 7. August 1859.Die Umsetzung erfolgte durch die Malerfirma Artefex nach einem Entwurf des Lübbener Künstlers Sebastian Franzka auf Grundlage historischer Fotografien. Finanziert wurde das Projekt über das Städtebauförderprogramm ASZ II durch Bund, Land und Stadt.

BAUARBEITEN AM RADENSDORFER DORFANGER
Der Radensdorfer Dorfanger war aufgrund von Bauarbeiten zur Neugestaltung vom 2. März bis 30. Mai voll gesperrt. Zusätzlich wurde vom 23. März bis 30. Mai der Gehweg auf der nördlichen Seite der Radensdorfer Hauptstraße erneuert. Der Ausbau erfolgte in zwei Bauabschnitten. Im westlichen Bauabschnitt wurden auf einer Länge von 278 Metern der Gehweg erneuert, rund 150 Meter Beleuchtungskabel verlegt und zwei Leuchten aufgestellt. Im östlichen Abschnitt erfolgte der Ausbau auf einer Länge von 321 Metern. Die Gehwegtrasse wurde dabei an vorhandene Zugänge und Zufahrten angepasst. Während der Bauarbeiten kam es zu Einschränkungen im Straßenverkehr. Die Stadtverwaltung bat um Verständnis. Die Neugestaltung des Dorfangers umfasste unter anderem neue Gehwege, zusätzliche Sitzgelegenheiten sowie PKW- und Fahrradstellplätze.
GEDENKEN AN DAS ENDE DES ZWEITEN WELTKRIEGES
Am 8. Mai gedachten Bürgermeister Lars Kolan und der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Peter Rogalla mit einer Kranzniederlegung auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof der Opfer des Zweiten Weltkrieges, der vor 75 Jahren in Europa geendet hatte. Aufgrund der Corona-Beschränkungen fand kein gemeinsames öffentliches Gedenken statt.
Peter Rogalla erinnerte an die rund 55 Millionen Kriegstoten weltweit. Bürgermeister Lars Kolan verwies auf die Vielschichtigkeit dieses Datums, das für viele Menschen als „Tag der Befreiung“ galt, für andere jedoch mit persönlichen Verlusten verbunden war. An die schweren Zerstörungen Lübbens in den letzten Kriegstagen 1945 sollte im Herbst eine Themenwoche unter dem Titel „Auferstanden aus Ruinen“ erinnern. Geplant waren Ausstellungen, Gesprächsrunden und Konzerte sowie ein Fotobuch mit dem Titel „Lübben – Einst und Jetzt“.
LÜBBENER KAHNNACHT VERSCHOBEN
Die Lübbener Kahnnacht wurde aufgrund der Corona-Pandemie auf das Jahr 2021 verschoben. Grundlage hierfür war die Landesverordnung, die Großveranstaltungen bis mindestens 31. August 2020 untersagte. Auch das Kinderspektakel auf dem Marktplatz musste abgesagt werden.
Marktmeisterin Christina Hentschel bedankte sich bei allen Beteiligten für ihre Bereitschaft zur Mitwirkung und lud dazu ein, sich den neuen Termin für das Kinderspektakel am 5. Juni 2021 vorzumerken.
ENTSCHEIDUNG ZUR MOBILITÄTSACHSE
Die Stadtverordnetenversammlung hatte im Juni der Vorplanung für die Fuß- und Radwegverbindung vom Bahnhof in die Lübbener Innenstadt – der sogenannten Mobilitätsachse – mehrheitlich zugestimmt. Ergänzend wurde beschlossen, im Bereich der Friedenstraße eine rund 80.000 Euro teure Teststrecke anzulegen. Geplant war, unterschiedliche Oberflächenbeläge wie farbigen Asphalt und wassergebundene Decken zu testen, um eine fundierte Entscheidung für die spätere Gestaltung treffen zu können. Der Entscheidung waren intensive Diskussionen im Hauptausschuss und in der Stadtverordnetenversammlung sowie zwei Petitionen vorausgegangen.
„NIGHT OF LIGHT“ SETZTE ZEICHEN FÜR VERANSTALTER
Am 22. Juni beteiligten sich Lübbener Veranstalter an der bundesweiten Aktion „Night of Light“. Rathaus und Museum Schloss Lübben wurden rot angestrahlt, um auf die schwierige Situation der Veranstaltungsbranche während der Corona-Krise aufmerksam zu machen.
In der Stadtverordnetenversammlung nutzte Jens Richter (CDU), Vorsitzender des Bildungsausschusses, die Aktion, um für eine gezieltere Unterstützung lokaler Veranstalter zu werben. Er appellierte daran, stärker den Blick auf umsetzbare Lösungen zu richten.
NEUE SPIELGERÄTE AUS ALTER EICHE

Aus dem Stamm einer alten Eiche, die auf dem Gelände der Kita „Gute Laune“ gestanden hatte, entstanden drei neue Spielgeräte für Lübbener Kindertagesstätten. Dem Gebäudemanagement der Stadt war der Stamm zu schade zum Entsorgen, sodass der Holzschnitzer Sven Barnickel hinzugezogen wurde. Entstanden waren eine Murmelbahn für die Kita „Gute Laune“, eine Rutsche für die Kita „Waldhaus“ sowie ein geschnitztes Pferd für die Kita „Spreewald“. Insgesamt investierte die Stadt rund 3.000 Euro. Besonders das Pferd entwickelte sich schnell zu einem beliebten Spielgefährten.
900.000 EURO FÜR STADTENTWICKLUNGSPROJEKTE
Brandenburgs Baustaatssekretär Rainer Genilke übergab der Stadt Lübben Fördermittel in Höhe von 900.000 Euro aus den Programmen „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ sowie „Lebendige Zentren“. Die Mittel sollten unter anderem für Straßenbauvorhaben und die Verbesserung des Wohnumfeldes eingesetzt werden. Genilke würdigte die positive Entwicklung Lübbens durch Städtebauförderung und das Engagement vor Ort. Ziel der Programme war es, Stadt- und Ortskerne zu stärken, ihre Nutzungsvielfalt zu erhalten und sie als attraktive Wohn-, Arbeits- und Kulturorte weiterzuentwickeln.
NEUES SPIELGERÄT FÜR DIE KITA „SPREEWALD“
Die jüngsten Kinder der Kita „Spreewald“ konnten sich im Juni über ein neues Spielgerät freuen. Das rund 8.000 Euro teure Gerät bietet mit Treppe, Rutsche und Tunnel vielfältige Bewegungsanreize. Ein kleines Fenster mit Sitzbank lädt zu Rollenspielen ein, während bunte Motive wie Pusteblumen und Marienkäfer die Fantasie anregen.
Kita-Leiterin Gabriele Kutzscher erklärte, dass das Spielgerät passend zum pädagogischen Konzept ausgewählt wurde. Das Gebäudemanagement der Stadt übernahm die Anschaffung, der Baubetriebshof stellte das Gerät auf. Die Leiterin lobte die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung.
JULI — SEPTEMBER
NEUER AUFTRITT DER STÄDTISCHEN INTERNETSEITE
Seit Juli präsentiert sich die Internetseite der Stadt Lübben in neuem Gewand. Während die Farbe Grün und ansprechende Fotos weiterhin dominieren, wurden Struktur und Inhalte umfassend überarbeitet und modernisiert.
ABSAGE DES SPREEWALDFESTES 2020
Am 7. Juli verständigten sich die Veranstalter und Partner darauf, das Spreewaldfest 2020 abzusagen. Unter den Bedingungen der Corona-Pandemie erschien die Durchführung unattraktiv und organisatorisch schwierig. Ein eingeschränktes Fest mit maximal 999 Besucherinnen und Besuchern hätte viele Fans enttäuscht, die aufgrund der begrenzten Kapazitäten nicht hätten teilnehmen können.
Die Absage erfolgte insbesondere zum Schutz der Bevölkerung und auf Grundlage der Bund-Länder-Vereinbarungen vom 17. Juni sowie des Kabinettsbeschlusses von Anfang Juli, wonach Großveranstaltungen bis zum 31. Oktober 2020 untersagt waren. Die Veranstalter bedauerten diese Entscheidung, blickten jedoch bereits optimistisch auf die Vorbereitung des Spreewaldfestes 2021.
NEUE SCHIEDSPERSON GEWÄHLT
Am 27. August wurde der Lübbener Sven Böhm zur neuen Schiedsperson der Stadt gewählt. Zuvor hatte er das Amt bereits als stellvertretende Schiedsperson ausgeübt. Die Wahl war notwendig geworden, da der bisherige Amtsinhaber André Bretzke sein Amt niedergelegt hatte.
Die Aufgabe der Schiedsperson bestand darin, zur Vermeidung gerichtlicher Auseinandersetzungen festgefahrene Konflikte durch Verhandlungsgeschick zu lösen.
SEPTEMBER — DEZEMBER
70 JAHRE STADTBIBLIOTHEK LÜBBEN
Die Lübbener Stadtbibliothek feierte im Oktober ihren 70. Geburtstag. Am 10. Oktober war die Bibliothek ab 13 Uhr geöffnet und lud zu Entdeckungen rund um Bücher und Medien ein. Um 15 Uhr nahm die Schauspielerin Susann Koss Kinder im Alter von etwa fünf bis acht Jahren mit auf eine szenische Reise durch den Märchenklassiker „Der kleine Häwelmann“. Bereits am Vorabend, dem 9. Oktober, hatte Susann Koss Erwachsene zu einem literarisch-kulinarischen Abend eingeladen, bei dem es humorvoll um Essgewohnheiten, Diäten und Völlerei ging.
RATHAUS UND MUSEUM ZEITWEISE GESCHLOSSEN
Vor dem Hintergrund der im November in Kraft getretenen Eindämmungsverordnung waren das Lübbener Rathaus und das Museum Schloss Lübben seit dem 3. November geschlossen. Dringende Anliegen konnten nach vorheriger Terminvereinbarung erledigt werden. Dabei galten Maskenpflicht sowie die Erfassung der Kontaktdaten. Die Stadtbibliothek arbeitete im eingeschränkten Modus.

INTERNATIONALER CARTOONWETTBEWERB „GRAFIKATUR“ MIT AKTUELLEM THEMA
Zum 10-jährigen Bestehen der Veranstaltung wurde „Mobilität“ als Thema der 10. Grafikatur in Lübben ausgewählt. Angesichts der im Frühjahr geltenden Ausgangsbeschränkungen erhielt dieses Thema eine besondere Aktualität. Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt wurden eingeladen, Beiträge für den 10. Internationalen Cartoonwettbewerb Grafikatur einzureichen. Die Beiträge wurden ab dem 10. November im Rathaus ausgestellt.





