Was gehört eigentlich in ein Museum? Warum werden Dinge gesammelt und wie wird aus einem alltäglichen Gegenstand ein Museumsobjekt? Diesen Fragen gingen im Sommer mehr als 580 Kinder im Landkreis Dahme-Spreewald auf den Grund. Unter dem Titel „sammel|lust“ lud der Museumspädagogische Dienst [MuPäD] Kita- und Hortkinder dazu ein, die Welt hinter den Museumstüren zu entdecken.
In den Sommerferien war der MuPäD mit seinem mobilen Sommerprogramm im Landkreis Dahme-Spreewald unterwegs. Insgesamt nahmen über 580 Kinder aus 26 Kitas und Horten an dem Programm „sammel|lust“ teil und blickten hinter die Kulissen der Museumsarbeit. In den Herbstferien werden noch weitere Einrichtungen besucht. Für die Kita-Kinder stand das Sammeln und Sortieren im Mittelpunkt. Sie beschäftigten sich mit der Frage, warum Museen überhaupt Gegenstände sammeln und was diese zu einem Museumsobjekt macht. Dabei wurde selbst ausprobiert, geordnet und genau hingeschaut. So bekamen die Kinder einen ersten Einblick in die Arbeit von Museen und entdeckten, dass auch scheinbar alltägliche Dinge eine Geschichte erzählen können. Die Hortkinder durften noch weiter hinter die Kulissen schauen und lernten verschiedene Aufgaben der Museumsarbeit kennen. Sie probierten selbst aus, wie Objekte sortiert, verglichen, erforscht und inventarisiert werden. Dabei erfuhren sie, welche Informationen zu einem Museumsobjekt gehören und warum eine sorgfältige Dokumentation für Museen wichtig ist. Auch die Themen Bewahren und Restaurieren wurden aufgegriffen und machten deutlich, wie viel Arbeit hinter dem Erhalt von Museumsobjekten steckt. Bei drei zusätzlichen öffentlichen Terminen im Schloss & Garten Königs Wusterhausen und im Museum Schloss Lübben konnten auch Familien „sammel|lust“ kennenlernen. Das Sommerprogramm bot damit einen abwechslungsreichen Zugang zur Museumsarbeit und zeigte, was alles noch vor dem Betreten einer Ausstellung passiert.
AUSBLICK: WINTERANGEBOT ZU ADVENTSZEIT
Für die Adventszeit ist bereits ein neues digitales Angebot in Vorbereitung. Mit winterlichen Hörgeschichten möchte der MuPäD Kinder dazu einladen, von zu Hause oder aus ihrer Einrichtung heraus zuzuhören und in die Geschichten- und Sagenwelt der Region einzutauchen.
▼ WER IST DER MuPäD?
Der Museumspädagogische Dienst im Landkreis Dahme-Spreewald [MuPäD] versteht sich als Knotenpunkt und Vermittler zwischen den vielfältigen musealen Einrichtungen, Bildungsträgern und dem Landkreis. Er sieht sich als Schnittstelle, um Austausch zu ermöglichen und zu moderieren. Das Angebot reicht von der passgenauen Beratung der Museen über die Vernetzung und Sichtbarmachung der Museen im Museumsverbund durch regelmäßige Regionalkonferenzen, hin zu eigenen Programmen wie dem Sommerprogramm. Darüber hinaus initiiert der Museumspädagogische Dienst Verbundprojekte, um die Museen für die Zukunft zu wappnen.
▼ UNTERSTÜTZUNG
Der Museumspädagogische Dienst im Landkreises Dahme-Spreewald [MuPäD] wird ermöglicht durch: Landkreis Dahme-Spreewald, Stadt Lübben (Spreewald)/Lubin (Blota), Stadt Königs Wusterhausen, Stadt Wildau, Stadt Mittenwalde, Stadt Luckau, Gemeinde Heideblick, Gemeinde Heidesee, Gemeinde Märkische Heide, Gemeinde Schönefeld, Gemeinde Eichwalde, Amt Schenkenländchen, Amt Unterspreewald.





