Ehrenamt fördern - ehrenamt stärken

In Lübben sind sehr viele Menschen ehrenamtlich tätig. Sie leisten einen wertvollen Beitrag für das Gemeinschaftsleben, indem sie einen Teil ihrer Freizeit einbringen und uneigennützig helfen. Diese Einsatzbereitschaft verdient Anerkennung und Unterstützung.

Ehrenamtsmanagement

Die Stadt Lübben hat ein Ehrenamtsmanagement aufgebaut, um das bürgerliche Engagement zu fördern, zu würdigen und vermittelnd zwischen jenen, die helfen wollen, und jenen, die Hilfe brauchen, zu wirken. Dazu können sich Interessierte im Rathaus melden und / oder in unserer Liste mit Einsatzmöglichkeiten für ehrenamtliche Helfer nach einem passenden Betätigungsfeld suchen. Vorab können sie unseren Fragebogen ausfüllen, damit die Vermittlung gezielt vorgenommen werden kann.

Ehrenamtspreis

In regelmäßigen Abständen schreibt die Stadt Lübben einen Ehrenamtspreis aus. Dafür können Menschen vorgeschlagen werden, deren Engagement für die Stadtgesellschaft für besonders anerkennswert gehalten wird.

  • Ehrenamtspreis 2020

    Bis Ende Mai konnten Vorschläge für den diesjährigen Ehrenamtspreis im Rathaus abgegeben werden. Die Verleihung des Preises muss wegen der Corona-Krise in die zweite Jahreshälfte verschoben werden.

  • Ehrenamtspreis 2019
    Fünf Ehrenamtler wurden 2019 im Neuhaus durch Bürgermeister Lars Kolan (l.) und Benjamin Kaiser (3.v.l.), den Vorsitzenden des Hauptausschusses, ausgezeichnet.

    Der Historiker und Heimatforscher Rolf Ebert, der Touristiker Dieter Günzel, der langjährige Steinkirchener Ortsvorsteher Franz Richter, der Psychologe und Gründungsvater des Vereins „Horizonte“ Lutz Bombach sowie der Kreisgewässerwart Guido Zepke sind am 3. Mai als verdiente Ehrenamtler der Stadt Lübben ausgezeichnet worden.

    Für Rolf Ebert hatte der Historiker und Stadtführer Helmut Haß die Laudatio übernommen. Er lobte dessen „Bescheidenheit und konsequente Bestimmtheit, wenn es um Daten und Fakten geht“. Allen, die etwas über die Geschichte der Stadt und der Region wissen möchten, habe er stets hilfsbereit zur Seite gestanden. Helmut Haß stellte den Geehrten in eine Reihe mit dem Historiker Rudolf Lehmann und nannte sein größtes Werk, die 816-seitige Lübbener Chronik, „den dicken Ebert“.

    TKS-Geschäftsführerin Marit Dietrich und Olaf Stöbe vom Tourismusverein ehrten Dieter Günzel als jemanden, dessen „Herz für den Tourismus schlägt“ und der maßgeblichen Anteil an der positiven touristischen Entwicklung in Lübben gehabt habe. Nach der Abteilung „Erholungswesen“ beim Rat des Kreises habe er den damaligen Fremdenverkehrsverein gegründet, um den Tourismus zu der wirtschaftlich tragenden Säule zu entwickeln, die er heute darstellt. Projekte wie die Kooperation mit dem Gymnasium oder 150 Ausgaben des Touristiker-Journals wurden durch Dieter Günzel entwickelt.

    Der Lübbener Georg Schaper hatte Franz Richter vorgeschlagen – beide konnten nicht anwesend sein, deshalb verlas Ines Mularczyk als verantwortliche Rathaus-Mitarbeiterin im Beisein von Franz Richters Frau die Laudatio. Aus den Träumen dieses Ortsvorstehers seien stets Taten geworden, resümierte Georg Schaper – ob Badestelle in der Spree, Kita Hasenvilla oder der Wendische Bauernhof. Noch nicht ausgeträumt sei die Fertigstellung der Dorfchronik – für dieses Projekt wünschte Georg Schaper dem Geehrten die Vollendung.

    Als Geschäftsführerin des Vereins „Horizonte“ hielt Viola Klopffleisch die Laudatio auf Lutz Bombach. 1995 hatte er den Verein gegründet, um Menschen mit psychologischen Erkrankungen Hilfe und Unterstützung entgegen zu bringen. Sowohl Klienten als auch Mitarbeitern gegenüber habe Lutz Bombach stets viel Energie und Verantwortung gezeigt.
    Visionär und doch ganz bodenständig habe Guido Zepke seine Aufgabe als Kreisgewässerwart aufgenommen, sagte Falkner Schwarz vom Kreisangelverband als Laudator für den 5. Ehrenamtler. So habe Guido Zepke beim Besatz der Gewässer nicht das Gießkannenprinzip angewendet, sondern gezielt seltene Arten angesiedelt. Er fand Arten, die als verschollen galten. Falkner Schwarz bescheinigte dem Geehrten, stets sein großes Fachwissen, aber auch seine eigene Handschrift einzubringen.

    Bürgermeister Lars Kolan verwies nach der Ehrung darauf, dass man eigentlich mehr Engagierte hätte ehren müssen. 17 Vorschläge waren in der Verwaltung nach dem Aufruf eingegangen. „Nehmen Sie unseren Dank mit in Ihre Verein“, rief er deshalb den anwesenden Ehrenamltern, die aus den unterschiedlichsten Bereichen kamen, zu.

  • Ehrenamtspreis 2017
    Sechs Ehrenamtler wurden am 27. Januar 2017 für ihr Engagement von Jens Richter (l.) ausgezeichnet.

    Sechs Bürgerinnen und Bürger sind am 27. Januar 2017 im Rahmen eines Dankeschön-Abends der Stadt Lübben (Spreewald) /Lubin (Błota) für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden. Der Einladung zu dieser Veranstaltung waren insgesamt rund 270 Lübbener gefolgt. Sie alle wurden von den MitInitiatoren, den Geschäftsführern der Stadt- und Überlandwerke, der Lübbener Wohnungsbaugesellschaft und der TKS Lübben, mit einem Präsent begrüßt.

    Die Jugendwarte der Freiwilligen Feuerwehr Franziska Bullan (Lubolz), Fanny Käppler (Radensdorf), Doreen Pötsch (Treppendorf) und Lübbens Stadtjugendwart Alexander Kunkel wurden für ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geehrt, Stadtbrandmeister Bernd Wrege und der Sportler Dr. Georg Schaper für ihr langjähriges Engagement in Lübben. Der Dank der Stadt gebühre den sechs Freiwilligen, weil sie in hohem Maße die Arbeit anderer Ehrenamtler koordinieren, weil sie vernetzen und Dinge weiterentwickeln, sagte Jens Richter, Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Jugend, Kultur, Sport und Soziales, in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters.

    Jens Richter hob in seinem Grußwort hervor, dass jedoch angesichts von rückläufigen Mitgliederzahlen in Vereinen und Verbänden um jedes – auch noch so kleine – Maß an Engagement geworben werden sollte. „Denn in der Summe wiegt jedes noch so kleine Engagement für unsere Gesellschaft schwer“, sagte er. Beim Werben neuer Mitglieder sollte nicht vergessen werden zu vermitteln, dass Ehrenamt bereichernd ist, den Horizont erweitert und Freude bereitet.

    Franziska Bullan und Fanny Käppler sind seit ihrem 15. Lebensjahr in der Feuerwehr aktiv, Doreen Pötsch und Alexander Kunkel begannen mit Mitte 20 ihr Engagement. Sie tragen dazu bei, betonte Richter, dass sich die Jüngsten für die Feuerwehr begeistern lassen und dass sie das notwendige Rüstzeug für eine „Karriere“ als Feuerwehrleute mitbekommen.
    Dr. Georg Schaper habe als „Sportler durch und durch“ nie den Blick auf das große Ganze verloren. 2010 hat er ein Sportentwicklungskonzept für die Stadt geschrieben, mit dem eine gemeinsame Sportkultur in Lübben etabliert wurde.
    Bernd Wrege ist seit 1989 Stadtbrandmeister in Lübben. Gegenüber der Stadtverwaltung und der Stadtverordnetenversammlung sei er immer ein wichtiger Ratgeber, etwa bei der Erarbeitung von Dokumenten zum Brandschutz, so Richter. Unter den Kameraden ist er aufgrund seiner Erfahrung hoch angesehen.

  • Ehrungen 1997-2011

    Neuhausmedaille

    1997:
    Dr. Peter Schuster / Eckhard Maziul für Unterstützung bei der Sanierung des Neuhauses

    1998:
    Gerd Franzka als weltweit erfolgreicher Behindertensportler

    1999:
    Werner Kuhtz für den Städtepartnerschaftsverein

    2000:
    Brigida Melzer für den Kinderhilfsverein für Tschernobyl

    2001:
    Eheleute Cornelia und Peter Ewald für ihre Arbeit mit Kindern

    2002:
    Dr. Götz Freiherr von Houwald (postum)

    2003:
    Karin Sander für Hospizhelferkreis der Diakonie

    2004:
    Monika Dinter für ihr kommunalpolitisches Wirken und karitatives Handeln seit 1990

    2005:
    Horst Wagenfeld für seine landschaftsarchitektonische Begleitung der Lübbener städtischen und insbesondere touristischen Entwicklung

    2006:
    Es wurde keine Neuhausmedaille vergeben. An deren Stelle erhielt Konrad Handschick, scheidender Löschzugführer Steinkirchen, ein besonderes Dankeschön.

    Stadtmedaille

    2007:
    Beate Seewald für ihr Engagement um das Gesundheitswesen in der Stadt und die Entwicklung zum Erholungsort

    2008:
    Ingo Selbitz als erfolgreicher Behindertensportler

    2009:
    Günther Hörning für seine Verdienste bei der Sanierung historischer Gebäude in der Stadt

    2010
    Bernd Wrege für seine Tätigkeit als Stadtbrandmeister

    2011
    Manfred Mees für seine Leistungen auf dem Gebiet der Waldpädagogik und Umweltbildung

Ehrenamtskarte des Landes Brandenburg

Die Ehrenamtskarte, die verbunden mit dem FreiwilligenPass des Landes durch die Staatskanzlei des Landes Brandenburg ausgegeben wird, würdigt in herausragender Weise überdurchschnittlich engagierte Bürgerinnen und Bürger und ist ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung für intensives bürgerschaftliches Engagement.

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