10. Grafikatur 2020/21

Wer hätte gedacht, dass dieses Thema solche Aktualität gewinnt: Bereits Wochen vor dem Corona-Shutdown wurde „Mobilität“ als Thema der 10. Grafikatur in Lübben ausgewählt. Nun, angesichts von Einschränkungen während der Corona-Krise, darf "Mobilität" ganz neu betrachtet werden.

166 Teilnehmer aus 29 Ländern haben sich mit insgesamt 442 Werken beteiligt. Weiteres wird jedoch erst zur Vernissage am 10. November bekannt gegeben.

„Karikaturen sollen gesellschaftliche Missstände aufdecken und sich kritisch, aber zugleich humorvoll mit ihnen auseinandersetzen“, leitete Sebastian Franzka, künstlerischer Berater des Veranstalters, die Jurysitzung ein. Charakteristisches Merkmal der Karikatur sei die „Überzeichnung bis ins Böse“. Außerdem kommen Karikaturen ohne Worte (somit auch ohne Sprechblasen) aus.

In der Jury sei, so Sebastian Franzka, ein Querschnitt der Zielgruppe vertreten. Neben Sebastian Franzka, Lübbens Museumsleiterin Corinna Junker, Kulturdezernent Carsten Saß, Bürgermeister Lars Kolan und Hauptamtsleiterin Josefine Renker wirkten auch Ulrich Haase vom Freundeskreis für Lüb-ben und Cordula Gast als ehrenamtlich Engagierte in der Jury mit. Sie wählten zunächst die 35 besten Arbeiten aus, die im Ausstellungskatalog präsentiert werden, um anschließend die Sieger zu küren.

Die Beiträge der 10. Grafikatur werden vom 10. November bis 22. Januar in der Rathausgalerie ausgestellt. Seit dem Jahr 2000 wird der Wettbewerb alle zwei Jahre durchgeführt. Lediglich 2018 wurde er wegen der Vorbereitungen auf das Deutsche Trachtenfest ausgesetzt. Die satirisch-humorvolle Beschäftigung per Zeichenfeder mit den großen und kleinen Dingen des Lebens hat in Lübben jedoch eine viel längere Tradition: Die erste Grafikatur fand bereits 1990 statt, damals als Personalausstellung des Karikaturisten und Grafikers Lothar Schneider.

Preise:

„Goldene Feder“ (1000 Euro, bereitgestellt vom Bürgermeister der Stadt Lübben),
„Silberne Feder“ (800 Euro, bereitgestellt vom Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald),
„Bronzene Feder“ (600 Euro, bereitgestellt vom Autohaus Liebsch)

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