CAMPUS OST Straßennamen

co. CAMPUS OST | Straßennamen

Im Erschließungsgebiet des Bebauungsplans Nr. 4.1 „Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße“ wurde die Anordnung der Straßenzüge (s. Foto) per Satzungsbeschluss rechtsverbindlich festgesetzt. Die Erschließungsarbeiten werden voraussichtlich im Herbst 2022 abgeschlossen sein, sodass eine Benennung der Straße erforderlich wird. Die herzustellenden Straßen befinden sich in unmittelbarer Nähe des „co. Campus Ost“ an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße mit den kommunalen Gebäuden Friedrich-Ludwig-Jahn Grundschule sowie der Kita „Unter den Linden“ und der neu zu errichtenden Kindertagesstätte. Gemeinsam wollen wir für die Straßen jeweils einen Namen finden.


ERGEBNIS

Die Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung zur Benennung von Straßen und Kita am co. Campus Ost in Lübben (Spreewald) stehen fest. Am 25. August werden die Vorschläge der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt.

In den letzten Monaten wurden mit der Hilfe der Lübbener Bürgerschaft Namen für zwei Straßen im Erschließungsgebiet des Bebauungsplans Nr. 4.1 „Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße“ sowie für die neue Kindertagesstätte gesucht. Nach Eingang der zahlreichen Namensvorschläge konnte bis zum 11. Juli abgestimmt werden.

Für die Straßennamen wurden 26 Namensvorschläge eingereicht. Hier konnten die Bürger*innen gleich zwei Straßennamen wählen. 440 Stimmen wurden abgegeben und die meisten Stimmen erhielten die Bezeichnungen Am Roten Nil/Psi Cerwjenem Nilu sowie Am Fuchsbau/Psi lišcynej jamje.

Gemäß § 28 (2) Ziffer 13 Kommunalverfassung des Landes Brandenburg (BbgKVerf) obliegt der Stadtverordnetenversammlung die Entscheidung über die Benennung von Straßen, Plätzen und Brücken. Aus diesem Grund werden die Namen aus der Bürger*innen-Beteiligung am 25. August den Stadtverordneten als Beschlussvorlage zur Abstimmung vorgelegt. 


DAS WAREN DIE VORSCHLÄGE

im Nachfolgenden stellen wir Ihnen die Vorschläge der Bürger*innen chronologisch vor. 

  • Am Fuchsbau

    Begründung Bürger*in „Der Bildungscampus ist für Kinder. Daher ist eine kinderfreundliche Benennung — auch im Sinne der Umweltbildung — wichtig. Zudem ist es freundlicher als Straßen nach Persönlichkeiten zu benennen.“

  • August-Großkopf-Straße

    Begründung Bürger*in „A. G. (1857—1924) war Musiklehrer und Organist in Lübben. Er leitete die Lübbener Liedertafel von 1881 bis 1922 und gründete mit Chören der Region 1888 die Sängervereinigung Liuba, aus der der heutige Bbg. Chorverband hervorging. Unter seiner Leitung wurde Lübben ein Ort für große Konzerte und Musikfeste. Für seine großen Verdienste erhielt er die Titel „Kgl. Musikdirektor“ (1907) und „Bundes – Chormeister“ (1911).“

    IM DETAIL
    August Großkopf wurde am 27. April 1857 geboren und verstarb am 29. November 1924. Er belebte das kulturelle Leben in Lübben und der Region. Der Lübbener Männergesangverein „Liedertafel 1827“ e. V. wurde 1827 gegründet. August Großkopf war in der Reihe der Dirigenten von 1881 bis 1922 der 5. Nachfolger. Unser Verein führte damals den Namen „Männergesangverein Liedertafel“.

    Unter Einbeziehung von Männerchören aus Luckau, Golßen, Wendisch Buchholz, Lieberose, Straupitz und Lübbenau und mit weiteren Lübbener Männerchören gemeinsam, gründete August Großkopf 1888 die Sänger-Vereinigung „Liuba“. Das Gründungsdatum 18. November 1888 wurde das des heutigen „Brandenburgischen Chorverbandes“. Er hat mit der Sänger-Vereinigung „Liuba“ seinen Ursprung.

    Unter der musikalischen Leitung und Organisation von August Großkopf wurden in Lübben Konzertveranstaltungen unter Einbeziehung der Stadtkapelle in Verbindung mit

    Laienspiel-Darbietungen und Gedichtvorträgen durchgeführt.

    1907 wurde ihm der Ehrentitel „Kgl. Musikdirektor“ durch das Kgl. Ministerium für Kirchen- und Schulangelegenheiten verliehen. 1911erhielt er den Titel „Bundes Chormeister“. Die Lokalität „Dodge City Saloon“ war früher das bürgerliche Lokal „Cafe-Schulze“. „Cafe-Schulze“ war eines der Vereinslokale des „Männergesangvereins Liedertafel“. Im Garten dieses Lokals ist ein Gedenkstein aufgestellt.

  • Christian-Friedrich-Voß-Straße

    Von 1740 bis 1746 lernte Christian Friedrich Voß beim Berliner Buchhändler und Zeitungsverleger Johann Andreas Rüdiger, dessen Tochter Dorothea Henrietta er heiratete. 1751 wurde das Privileg zur Herausgabe der Berlinischen privilegierten Zeitung von Rüdiger auf seinen Schwiegersohn Voß übertragen. Seitdem führte sie den inoffiziellen Titel Vossische Zeitung, der 1911 auch offiziell wurde. Im Buchverlag Voß erschienen unter anderem Werke von Gotthold Ephraim Lessing, Friedrich II., Johann Gottfried Herder und Jean Paul sowie verschiedene Zeitschriften.

    Begründung Bürger*in „Christian Friedrich Voß wurde 1724 in Lübben geboren, besuchte die Stadtschule und war ein bedeutender Deutscher Verleger.“

  • Christian-Moritz-Pauli-Straße

    Begründung Bürger*in „Zur Ehrung von Christian Moritz Pauli (9. Januar 1785 in Lübben — 5. Januar 1825 in Berlin), einem Lübbener Sprachwissenschaftler und passenderweise auch Gymnasiallehrer. Er ist ein Sohn der Stadt.“

    IM DETAIL
    Christian Moritz Pauli (9. Januar 1785 in Lübben — 5. Januar 1825 in Berlin) war ein deutscher Gymnasiallehrer und Sprachwissenschaftler. Er besuchte das Lyzeum in Lübben und später das Gymnasium in Gotha. Er nahm in Wittenberge das Studium der Philologie und der Rechtswissenschaften, setzte es in Leipzig fort und tauschte später die Rechtswissenschaften gegen ein Philosophiestudium. Er promoviert und nahm er eine Hauslehrerstelle in Hamburg an. 1809 wurde er Konrektor in Lübben und 1817 in Brandenburg und ab Spätsommer 1917 in Berlin. Sein Leben war geprägt von schwermütigen Stimmungen. 1821 erkrankte er an einem Nervenfieber. 1822 war er weiter in Berlin beschäftigt. 1824 erkrankte er erneut und verstarb am 5. Februar 1825.

    Er beschäftigte sich wissenschaftlich mit philologischen und philosophischen Themen und verfasste hierzu einige Werke. Er verfasste Aufsätze in den Freimüthigen Blättern für Deutsche in Beziehung auf Krieg, Politik und Staatswirtschaft von Friedrich von Coelln. Seine Ausführungen wurden unter anderem auch von Gotthold Ephraim Lessing verwendet und er war mit Friedrich Hufeland und August Heinrich Hoffmann von Fallersleben befreundet und verkehrte mit diesen im Haus von Karl Hartwig Gregor von Meusebach.

  • IM VERBUND: Cosinusweg & Sinusbogen

    Begründung Bürger*in „Beide Straßen befinden sich auf dem BILDUNGS-CAMPUS. Was liegt also näher, als die Verwendung unverrückbare Begriffe aus dem Bereich der Naturwissenschaft zu verwenden. Vorschlag Straße 1: SINUSBOGEN — ähnelt in ihrer Führung einem Bogen. Vorschlag Straße 2: COSINUSWEG — ist ein kurzer Weg. Die vorgeschlagenen Straßennamen sind zeitlos, unpolitisch, einprägsam, lageentsprechend und über jeden Zweifel erhaben. Man muss neu denken lernen, neue Wege gehen und zukunftsorientiert handeln.“

  • Eichhörnchenweg

    Begründung Bürger*in „Der Bildungscampus ist für Kinder und daher eine entsprechend kinderfreundliche Benennung im Sinne der Umweltbildung und freundlicher als Straßen nach Persönlichkeiten zu benennen.“

  • Farnweg

    Begründung Bürger*in „Ich finde, die Namen sollten mit der Natur verbunden sein und nicht mit Namen von Personen!“

  • Frieda-Boehr-Straße

    Begründung Bürger*in „Frieda Boehr (1877–1967) war eine Malerin und echte Lübbenerin. Sie lebte u. a. in der Kirchstraße und nach den Zerstörungen im 2. Weltkrieg im Dreilindenweg. Sie verkaufte Bilder, um ihren Lebensunterhalt zu sichern und betrieb gemeinsam mit ihrer Schwester eine Pension.“

  • Guido-Janz-Straße/Guido-Janz-Weg

    Begründung Bürger*in „Guido Janz war Trainer der Lübbener Geräteturner. Sehr erfolgreich waren Karin Büttner-Janz und Silvio Kroll. Die Straße liegt im Nahbereich der F.-L.-Jahn-Straße — Turnvater Jahn, der die Turnbewegung initiierte.“

  • Harald-Tarnow-Straße

    Begründung Bürger*in Harald Tarnow (7. Februar 1940 — 31. Januar 2013 in Lübben) war Lübbener, Lehrer, Maurer, Freund, Nachbar, Familienvater und Großvater, aber vor allem war er eines: Er war Mensch. In den Erzählungen vieler Wegbegleiter, die ihn kannten, ist er es bis zum heutigen Tage geblieben. Zeit seines bedeutsamen Lebens war er ein Lehrer für all die vielen Menschen, die in Lübben die Schule besuchten. […] Sein Wirken innerhalb der Stadt Lübben prägte und prägt diese bis in die Gegenwart. Sein Lehren als leidenschaftlicher und überzeugter Lehrer begleitet bis heute Lübbenerinnen und Lübbener.“

    IM DETAIL
    Harald Tarnow wurde am 7. Februar 1940 in Lübben geboren. Er besuchte die Goethe-Grundschule und wurde anschließend Maurer. 1959 absolvierte er eine Lehrerausbildung und war fortlaufend an diversen Schulen in Lübben tätig. Ab 1974 arbeitete der als Instrukteur für Schulen sowie als Schulinspektor und schließlich wieder im Schuldienst im Kreis Lübben. Zeit seines Lebens bildete er sich fort und setzte sich innerhalb der Schule wie auch außerschulisch für benachteiligte Menschen ein. Schüler*innen und Lehrerkolleg*innen, die in Not oder Bedrängnis gerieten, half er mit großer Überzeugung weiter.

    Wie sein außergewöhnlich hohes schulisches Engagement waren auch seine gesellschaftlichen Tätigkeiten mit großer Überzeugung für die Sache verbunden. Harald Tarnow moderierte bis zur Wendezeit den jährlichen Lübbener Kahnkorso, die 1. Mai-Demos oder 1988 das Aufsetzen der neugefertigten Kirchturmspitze der Paul-Gerhardt-Kirche. Er gilt er als Mitinitiator eines nachbarschaftlichen Straßenfestes in Lübben Ost. Bekanntheit erlangte er auch mit seinen Bestattungsreden, die er den Menschen weit über die Stadtgrenzen hinaus in schwerer Stunde mit auf den Weg gab. Er übernahm die Patenschaft über ein Kind, welches aus dem von Radioaktivität belastetsten Tschernobyl stammte. Harald Tarnow verstarb am 31. Januar 2013 in seinem Geburtshaus in Lübben. 

  • Janusz-Korczak-Straße

    Janusz Korczak, eigentlich Henryk Goldszmit, wurde am 22. Juli 1878 oder 1879 in Warschau geboren und verstarb Anfang August 1942 im Vernichtungslager Treblinka. Er war ein polnischer Militär- und Kinderarzt sowie Kinderbuchautor und bedeutender Pädagoge. Bekannt wurde er vor allem durch seinen Einsatz für rund 200 Kinder eines Waisenhauses aus dem Warschauer Ghetto, welche im August 1942 von der SS zur Deportation in das Vernichtungslager Treblinka abgeholt wurden und, welche er bis in den Tod begleitete.

    Begründung Bürger*in „Janusz Korczak hat sich insbesondere für Kinder eingesetzt und war Sonderpädagoge und Sachverständiger in Erziehungsfragen. Er hat Kinder im Ghetto und bis in den Tod begleitet. Er war ein außergewöhnlicher Pädagoge“

  • Jens-Riewa-Straße

    Jens Riewa wurde am 2. Juli 1963 in Lübbenau geboren und wuchs in Lübben auf, wo er 1882 sein Abitur absolvierte. Er ist ein deutscher Fernsehmoderator und Nachrichtensprecher bei der ARD-Tagesschau und beim NDR Hamburg Journal. Seit 2020 ist er Chefsprecher der Tagesschau. Die 20:00 Uhr-Hauptausgabe spricht er bereits seit 1995.

    Begründung Bürger*in „In Lübbenau geboren, in Lübben aufgewachsen, besuchte er das Lübbener Gymnasium. Passend zum Bildungscampus war er früher Moderator von Kindersendungen bzw. beim Jugendradio. Heute ist er Moderator und Nachrichtensprecher (Bildungssektor).“

  • Karin-Büttner-Janz-Straße

    Begründung Bürger*in „Sie ist eine weltbekannte und erfolgreiche ehemalige Sportlerin, Olympiasiegerin, Ärztin und in Hartmannsdorf geboren.“

    IM DETAIL
    Karin Büttner-Janz wurde am 17. Februar 1952 in Hartmannsdorf geboren. Sie ist eine ehemalige deutsche Kunstturnerin und Medizinerin. Bei den Olympischen Sommerspielen 1968 in Mexiko-Stadt gewann sie die Silbermedaille am Stufenbarren und die Bronzemedaille mit der Mannschaft. Bei den Turn-Europameisterschaften 1969 in Landskrona wurde sie 4-fache Europameisterin. Nachdem sie 1970 Weltmeisterin am Stufenbarren wurde, gewann sie 1972 bei den Olympischen Spielen in München die Goldmedaille. Sie errang zudem die Goldmedaille beim Pferdsprung sowie Silber im Mehrkampf Einzel, Silber im Mehrkampf Mannschaft und Bronze am Schwebebalken. Damit war sie die erfolgreichste deutsche Athletin. 1972 wurde sie zur Sportlerin des Jahres der DDR gewählt. Anfang 1973 beendete sie ihre Sportlerkarriere. Nach ihrem Medizinstudium entwickelte sie – gemeinsam mit Kurt Schellnack – die erste künstliche Bandscheibe (Charité-Disc). Als habilitierte Ärztin leitete sie zwei Kliniken, die Orthopädische Klinik des Vivantes Klinikums Berlin-Friedrichshain sowie die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie im Vivantes-Klinikum Am Urban in Berlin-Kreuzberg.

  • Königsfarnweg

    Begründung Bürger*in „Ich finde, die Namen sollten mit der Natur verbunden sein und nicht mit Namen von Personen!“

  • Ligusterweg

    Begründung Bürger*in „Nähe zur Natur und zum Naturschutzgebiet. Straßenname der näheren Umgebung sind auch pflanzenaffin (bspw. Dreilindenweg, Fliederweg).“

  • Lindenblattstraße

    In der slawischen Mythologie ist die Linde ein heiliger Baum, der Gemeinschaft, Freiheit und Glück symbolisiert.

    Begründung Bürger*in „Benannt nach dem Lindenblatt, was in der sorbischen Kultur eine wichtige Rolle spielt, außerdem die Linden in diesem Teil der Stadt sowie die sorbische Vergangenheit der Stadt.“

  • Lutki-Weg

    Lutki oder Lutken (sorbisch/wendisch: „kleine Leute, Leutchen“) sind winzige, geheimnisvolle Wesen der sorbischen Sagenwelt, welche unter der Erde leben, seit die Menschen die Kirchen mit Ihren lauten Glocken gebaut haben.

    Begründung Bürger*in „Lutki kommen vom Sorbischen und sind Zwerge aus der Lausitzer Sagenwelt“

  • Maria-Montessori-Straße

    Maria Tecla Artemisia Montessori wurde 31. August 1870 in Chiaravalle geboren und verstarb am 6. Mai 1952 in Noordwijk aan Zee. Sie war eine italienische Ärztin, Reformpädagogin und Philosophin und entwickelte die Montessoripädagogik.

    Begründung Bürger*in „Maria Montessori war Ärztin und Reformpädagogin. Bis heute sind wir von ihren Errungenschaften umgeben, wie die an Kindergrößen angepassten Möbel oder Lernmittel.“

  • Marie-Moritz-Straße

    Begründung Bürger*in „Marie Elisabeth Moritz ist eine Künstlerin, die „Lübben“ in ihre Künstler-Signatur aufnahm. 1860 in Lübben geboren, wuchs sie als Kind eines Lehrers in der Garnisonsstadt auf. Ihr künstlerisches Talent entwickelte sich mit der Hilfe verschiedener Berliner Künstler in der Hauptstadt weiter. Der Zugang zu einer öffentlichen Akademie war ihr als Frau untersagt. In ihren letzten Lebensjahren litt sie unter einer Augenerkrankung, die ihr künstlerisches Schaffen einschränkte. Im Jahr 1925 verstarb sie in Berlin. Marie Moritz zeichnete regelmäßig den Spreewald und die Stadt Lübben.

  • Ottilie-Schwahn-Straße

    Ottilie Schwahn wurde als Tochter des Konditormeisters Bernhard Schwahn (1814–1906) und dessen Frau Henriette am 16. September 1849 in Lübben geboren. Schon auf der höheren Töchterschule brillierte sie durch ihre Gedichte und Geschichten. Zwischen 1889 bis 1905 entstanden viele Kinderbücher. In einigen Geschichten verarbeitete sie die Sagen und Bräuche der Niedersorben/Wenden. Am 11. Dezember 1918 verstarb sie in Lübben.

    Begründung Bürger*in „Ottilie Schwahn war eine Geschichtenschreiberin, die in Lübben geboren wurde und gestorben ist. Sie schrieb Sagen und über Bräuche der Niederlausitzer Wenden sowie Kinderbücher – passend zum Bildungscampus: Kita/Schule. Zudem ist es ein Frauenname – statt eines männlichen Vertreters.“

  • Pappelallee

    Begründung Bürger*in „Ein Straßenname der näheren Umgebung, der Pflanzenaffin ist — am anderen Ufer des roten Nils (Seite Deichgraben) standen früher Pappeln.“

  • Rudolf-Marloth-Straße

    Hermann Wilhelm Rudolf Marloth war ein deutsch-südafrikanischer Botaniker, Apotheker und Chemiker. Den Beruf des Apothekers erlernte er in Lübben. Bekanntheit erlangte er durch die Erforschung der Kapflora. Nach Marloth wurden die drei Pflanzengattungen Marlothia (heute Helinus), Marlothiella und Marlothistella, dutzende Pflanzenarten sowie der Marloth Nature Reserve und der Marloth Park benannt. Er verstarb am 15. Mai 1931 in Südafrika.

    Begründung Bürger*in „Rudolf Marloth wurde 1855 in Ellerborn bei Lübben geboren und war ein bekannter Botaniker in Südafrika. 

  • Silvio-Kroll-Straße

    Begründung Bürger*in „Er ist ein ehemaliger deutscher Kunstturner, wurde im TZ Lübben von 1971 bis 1974 von Guido Janz trainiert und ist in Lübben geboren.“

    IM DETAIL
    Sylvio Kroll wurde am 29. April 1965 in Lübben geboren und ist ein ehemaliger deutscher Kunstturner Als Turnästhet — ' Krollmäßig' turnen — wurde er mehrfach Welt- und Europameister sowie Olympiagewinner in Silber.

    Dank der Nachwuchsförderung war Kroll bereits mit sechs Jahren in seiner Sportart festgelegt. Er trainierte beim TZ Lübben und wurde von Guido Janz, der Vater der Olympiasiegerin Karin Janz trainiert. Bei der Weltmeisterschaft 1985 in Montreal gewann Gold am Barren, Silber am Reck. In seiner Erfolgsstatistik stehen insgesamt neun WM- und fünf EM-Medaillen und auch zwei olympischen Silbermedaillen, welche er in Seoul 1988 holte.

    Nach dem Ende seiner Karriere 1993 blieb er dem Sport eng verbunden und arbeitete er beim Cottbuser Sportamt, war Turnierdirektor des Cottbuser Weltcups „Turnier der Meister“, leitete den Olympiastützpunkt Stuttgart und später den Olympiastützpunkt Frankfurt (Oder). Ehrenamtlich ist er in verschiedenen Funktionen der Europäischen Turn-Union (UEG) sowie als Vizepräsident Olympischer Spitzensport des Deutschen Turner-Bundes (DTB) tätig.

  • Sonnentauweg

    Begründung Bürger*in „Ich finde, die Namen sollten mit der Natur verbunden sein und keine Namen von Personen!“

  • Zum Roten Nil/Am Roten Nil

    Begründung Bürger*in „Der rückseitig verlaufende A-Graben (Deichgraben) fließt zum "Roten Nil", umgangssprachliche Bezeichnung des Deichgrabens aufgrund seiner rötlichen Wasserfärbung).“

    Begründung Bürger*in „Jeder Lübbener weiß, wo der rote Nil ist.“

HISTORIE

  • 02/2022 | B-Plan 4.1 | AUFRUF STRASSENNAMEN

    Die Zukunft der Stadt Lübben liegt in den Händen seiner Einwohner*innen. Zur Förderung der Einwohner*innenbeteiligung wurde die Plattform FUTURLAB geschaffen. Unter dieser Marke sollen über verschiedenste Aktionen (Aufrufe, Vorträge, Workshops, Panels) Diskussion angeregt und kreativen Ideenfindungsprozesse für die Gestaltung der Stadt ermöglicht werden. Highlight ist das Zukunftslabor, welches zweimal im Jahr zu verschiedensten Themen stattfinden soll.

    Im Monat Februar starten wir mit dem Aufruf für die Namensgebung der Straßen in der Gebietskulisse B-Plan 4.1:

    STRASSENBENENNUNG | F.-L.-JAHN-STRASSE

    Im Erschließungsgebiet des Bebauungsplans Nr. 4.1 „Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße“ wurde die Anordnung der Straßenzüge (s. Foto) per Satzungsbeschluss rechtsverbindlich festgesetzt.

    Die Erschließungsarbeiten werden voraussichtlich im Herbst 2022 abgeschlossen sein, sodass eine Benennung der Straße erforderlich wird.

    Aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sind die dem öffentlichen Verkehr dienenden Straßen, Wege und Plätze zu benennen. Straßennamen und Hausnummern gewährleisten eine eindeutige und zuverlässige Orientierung im Gemeindegebiet. Die Benennung von Straßen ist entsprechend § 28 Abs. 2 Nr. 13 Kommunalverfassung des Landes Brandenburg (BbgKVerf) Angelegenheit der Gemeinde. Die Entscheidung über die Benennung einer Straße trifft die Gemeindevertretung.

    Die herzustellenden Straßen befinden sich in unmittelbarer Nähe des Bildungscampus an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße mit den kommunalen Gebäuden Friedrich-Ludwig-Jahn Grundschule sowie der Kita „Unter den Linden“ und der neu zu errichtenden Kindertagesstätte.

    DOWNLOAD VORSCHLAGSBOGEN

    Der Freundeskreis Lübben e. V. reichte bereits zwei Vorschläge zur Straßenbenennung ein. Er möchte damit bedeutender Söhne und Töchter der Stadt Lübben gedenken. Christian Friedrich Voß wurde 1724 in Lübben geboren und war ein bedeutender Deutscher Verleger. Rudolf Marloth wurde 1855 in Ellerborn bei Lübben geboren und war ein bekannter Botaniker in Südafrika. 

    AUFRUF
    Wir rufen alle Bürger*innen dazu, sich mit Namensvorschlägen für die Straßen am Bildungs-Campus zu beteiligen. Einreichungen können bis zum 11. März abgegeben werden. Bitte nutzen Sie dafür den Vorschlagsbogen und senden Sie diesen an pressestelle@luebben.de oder per Post an Stadt Lübben (Spreewald), Poststraße 5, 15907 Lübben (Spreewald). 

    Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge.